Caritas und Diözese St. Pölten starten Kinderhilfekampagne für Osteuropa

Caritas und Diözese St. Pölten starten Kinderhilfekampagne für Osteuropa

St. Pölten, 23.01.2014 (dsp) Mit Hilfe der Kinderkampagne betreuen die Caritas und die Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten derzeit Tausende Kinder und Jugendliche in den ärmsten Ländern Europas. Anlässlich des Starts der Osthilfesammlung „Gemeinsam für Kinder in Not: Zukunft schenken“ wird wieder um Spenden zur Finanzierung von rund 250 Projekten in den ärmsten Ländern Europas, vorwiegend in Ost- und Südeuropa, gebeten. Viele leben in so ärmlichen Wohnungen, dass sie weder Geld für Heizung, warmes Essen oder für den Schulbesuch haben. Unter anderem wird daher in allen 423 Pfarren der Diözese St. Pölten am Sonntag, 9. Februar, dafür gesammelt. Sammelziel sind 120.000 Euro.

Sepp Winklmayr, Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten, erinnert bei einer Pressekonferenz an die engen Verbindungen der Pfarren zu Osteuropa. Dort seien vielfach die staatlichen Strukturen auch nach 1989 noch immer ungenügend. Es gebe kaum Geld für die Schwächsten, für die Projekte wie der Renovierung von Kindergärten brauche es einen langen Atem. Die Osthilfesammlung sei eine „verlässliche Partnerschaft mit den Schwächsten im sozialen, pädagogischen und pastoralen Bereich“, so Winklmayr. Lukas Steinwendtner von der Auslandshilfe der Caritas ergänzt: „Noch immer werden viele Nichtregierungsorganisationen nicht vom Staat, sondern von der Caritas finanziert. Unser Ziel ist es, Leuchtturmprojekte bzw. Modellprojekte zu schaffen.“ Für die Implementierung der notwendigen Sozialstandards stehe die katholische Hilfsorganisation im Kontakt mit der Politik, diese solle mittel- oder langfristig die Caritas-Projekte selbst übernehmen.

„Gemeinsam retten wir Kinder“

Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck: „Gemeinsam retten wir Kinder und künftige Kindergenerationen.“ Neben Pfarren unterstützen auch Schulen, Sponsoren und verschiedene Initiativen wie „Coffee to help – Kaffee trinken und Gutes tun“ die Osthilfesammlung. Die Kinderarmut nehme in den Ländern Osteuropas erschreckend zu, so die Caritas: „Viele Kinder haben keinen Zugang zu Bildung, leben auf der Straße und sind dort Ausbeutung und Willkür schutzlos ausgeliefert.“ Nach dem Umbruch in Osteuropa sei die Verteilungsschere zwischen Reich und Arm weiter aufgegangen. Im Caritas-Partnerland lebe beispielsweise jedes 4. Kind in Armut, sie haben weniger als 1,70 Euro pro Tag zur Verfügung. „Das ist eine Armut, die für uns unvorstellbar ist und verpflichtet aus dem Selbstverständnis der Caritas heraus zur Hilfe, so Schuhböck.

Geschichten der Armut gebe es viele in Osteuropa: ob in Albanien, der Slowakei, in Rumänien oder der Ukraine. Der Caritas-Direktor weiter: „Jedes Kind soll satt werden und in die Schule gehen können. Denn wer lesen, schreiben und rechnen kann, der hat auch die Chance, einen Beruf zu erlernen und sich aus eigener Kraft aus schwierigen Situationen zu befreien.“

Beispiel Haus Eden in Tirana

Im von der Caritas unterstützten Tageszentrum Haus Eden in der albanischen Hauptstadt Tirana werden Kinder – vorwiegend aus der Ethnie der Roma - aus den Armenvierteln tagsüber gefördert und betreut. Die Kinder bekommen täglich ein warmes Essen, werden medizinisch und psychologisch betreut und erhalten Hilfe beim Lernen für die Schule. Derzeit sind dort regelmäßig 53 Kinder, Streetworker unterstützen außerdem weitere Kinder und Familien, die auf den Straßen Tiranas betteln.

Konkret:

7 Euro: Eine tägliche Mahlzeit für ein Kind pro Woche
10 Euro: Tagesbetreuung und Verpflegung für ein Straßenkind pro Woche
20 Euro: Schulsachen: Hefte, Stifte und Bücher für ein Kind.

Das ist nicht nur Ihr Kaffee!

Kaffee trinken und Gutes tun: Im Rahmen der diesjährigen Kinderkampagne führt die Caritas gemeinsam mit Kaffeehäusern in St. Pölten und Krems einen Coffee to help durch. Die Kaffeehäuser Emmi und Schubert in St. Pölten sowie im Cimbalino und MoYOME in Krems bieten von 23. Jänner bis 18. April exklusiv eine eigene Kaffeekreation, einen so genannten Coffee to help, an. Für jeden konsumierten Kaffee werden 40 Cent für Kinder in Not gespendet.

Spendenkonto:

Carias St. Pölten
Raiffeisenbank
IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000
BIC: RLNWATWWOBG
Online-Spenden: www.caritas-stpoelten.at/spenden
Kennwort: Kinder in den ärmsten Ländern Europas

Foto: Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck, Zamira Muca, Straßenkinderzentrum Haus Eden, Doris Karl, Inhaberin Cafe MOYOme Krems, Sepp Winklmayr, Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten.