Caritas St. Pölten unterstützt Kampf gegen schwere Hungernot in Pakistan

Caritas St. Pölten unterstützt Kampf gegen schwere Hungernot in Pakistan

St. Pölten, 25.03.2014 (dsp) Angesichts einer schweren Hungersnot in der pakistanischen Region Tharparka unterstützt die Caritas der Diözese St. Pölten die Hilfsorganisation MALC (Marie Adelaide Leprosy Centre) von Ruth Pfau mit 40.000 Euro.

Die Region befindet sich im pakistanischen Sindh, 430 Kilometer östlich von Karachi an der Grenze zu Indien. Hier leben 1,25 Millionen Menschen in rund 2000 Dörfern. Die Infrastruktur ist schwach, viele Dörfer sind nur über schlechte Sandpisten erreichbar. Das unwirtliche Gebiet ist auch Rückzugsgebiet der Hindu-Minderheit, die hier in größerer Zahl leben und etwa die Hälfte der Bevölkerung stellt.
 
„Aufgrund mangelnden Regens gibt es keine Ernte, kein Futter für die Tiere, ausgetrocknete Wasserspeicher und einen Mangel an sauberem Trinkwasser“, so die Caritas. Viele Tiere sind bereits verendet. Damit ist auch Milch zur Mangelware geworden. Zusätzlich haben die Schafpocken viele Tiere dahingerafft. Laut der regionalen Regierungsbehörde sind bereits  167 Personen an Folgeerkrankungen des Hungers gestorben. 60% davon waren Kinder zwischen 3 und 10 Jahren.

Ein Team der von Ruth Pfau geführten und von der Caritas unterstützen Hilfsorganisation MALC hat erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Weitere rasche Nothilfe soll für 25.000 Menschen ermöglicht werden: Hilfe durch medizinische Camps in sechs Regionen für insgesamt 5.000 Menschen,
Nahrungsmittel für 1.500 unterernährte Kinder und Babys und 24 Liter Trinkwasser pro Familie für 3000 Familien.

Pakistan ist neben Senegal und Albanien eines der drei Partnerländer der Caritas der Diözese St. Pölten.

Spendenkonto:
Raiba, Kto. 76000, BLZ 32585
IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000
BIC: RLNWATWWOBG