Bischof Küng segnete umgebautes Pfarrzentrum der Dompfarre

Bischof Küng segnete umgebautes Pfarrzentrum der Dompfarre

St. Pölten, 22.06.2014 (dsp) 40 Jahre nach der letzten Renovierung baute die St. Pöltner Dompfarre ihr Pfarrzentrum neu um, dieses wurde heute von Bischof Klaus Küng gesegnet. Mit dem Pfarrzentrum soll ein wichtiger Beitrag für die seelsorgliche Arbeit in der Landeshauptstadt für die kommenden Jahre und Jahrzehnte gesetzt werden. Bischof Küng wünschte sich bei der Segnung, dass es ein Ort der Gottesbegegnung werde.

Der Diözesanbischof: „Auf die Dompfarre schaut man und sie zieht mit ihren Angeboten besonders an.“ Die Umbaumaßnahmen hätten viel Geduld benötigt, seien aber wichtig für eine lebendige Dompfarre. Aufgrund einer Zeit großer Veränderungen kämen viele Menschen schnell weg von Gott, aber es gebe die Sehnsucht nach Gottesbegegnung und hier gebe es nun Räume dafür. Der Dom habe naturgemäß große Bedeutung und das Schöne, das hier geboten werde, ziehe an – etwa die Kirchenmusik oder eben diese neuen Räume.

Besonders wichtig sind der Pfarre die Kinder, Jugendlichen und Familien, „denn sie sind die Zukunft der Kirche“. Doch die Räumlichkeiten stünden allen Gruppen offen und so solle die Pfarre ein „Stück Heimat“ werden. Der Umbau startete im Dezember 2013 und kostete etwa 640.000 Euro. Die Benennung des Pfarrsaals nach Kardinal König soll – zehn Jahre nach seinem Tod – das Andenken an ihn als großen Brückenbauer zwischen verschiedenen Gruppen und Generationen weiterleben lassen. Dompfarrer Norbert Burmettler: „Die neu adaptierten Räume werden unserem Bemühen um eine zeitgemäße Pastoral sicherlich förderlich sein.“ Die Dompfarre wolle sich als freundliche und offene Kirche präsentieren. Die Pfarre sagt weiters: „Um unsere Aufgaben als Pfarrgemeinde im Hier und Heute gut erfüllen zu können, braucht es nicht nur viele ehren- und hauptamtlich engagierte Menschen, die sich für eine gute und zeitgemäße Seelsorge einsetzen, sondern auch Räume, in der diese Platz hat.“

„Der planerische Lösungsansatz basiert auf der Grundsatzüberlegung, die vorhandene barocke Baustruktur zu erhalten“, erklärte Architekt Richard Zeitlhuber. Ziel war es, eine Reihe multifunktionaler Raumfolgen zu schaffen, die den vorgegebenen Pfarraktivitäten gerecht werden können. Das Herzstück des neuen, hell gestalteten Pfarrzentrums ist der Kardinal König-Saal, welcher über einen weithin sichtbaren Eingang vom Domplatz aus erschlossen wird. Zwei Küchen samt nachgeordneten Lager- und Funktionsräumen ermöglichen vielfältige Aktivitäten und somit ein reges Pfarrleben.

Bürgermeister Matthias Stadler betonte: „In den Pfarren wird Gemeinschaft gelebt und es sind Orte, wo Egoismus zurückgedrängt wird.“ Die Maßnahmen würden helfen die City zu attraktivieren, das passe gut zum Konzept der Gestaltung des Domplatzes.