Bischöfe und Pfarrgemeinderäte beraten in Mariazell

Rund 500 Pfarrgemeinderäte aus ganz Österreich werden gemeinsam mit den österreichischen Bischöfen in Mariazell über neue Formen der Seelsorge und Initiativen von Laien nachdenken. Die Wallfahrt und der Kongress der Pfarrgemeinderäte vom 29. bis 31. Mai steht unter dem Motto "Ermutigungen - Spannungsfelder - Zukunftsspuren".

"Wir wollen die Menschen ermutigen, ihre Berufung als getaufte Christen noch deutlicher wahrzunehmen und selbständig umzusetzen", so Wolfgang Müller, Sprecher der PGR-Verantwortlichen in Österreich und für den Kongress verantwortlich. Es dürfe nicht nur darum gehen, dass Laien in Pfarren oder anderen Einrichtungen den Priestern assistieren und mithelfen. Es gelte, darüber hinaus das eigenen Christsein selbständig zu leben und Initiativen zu setzen.

Erwartungen und Anliegen aus der Diözese St. Pölten

Eröffnet wird der Kongress am Christi Himmelfahrtstag um 16 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Mariazeller Basilika. Am Freitagvormittag wird der Innsbrucker Theologe Prof. Roman Siebenrock einen Vortrag zum Thema "Gemeinsames Priestertum aus Taufe und Firmung" halten. Weitere Impulse kommen an diesem Tag von der Oberösterreichischen Ordensfrau Sr. Theresia Schlackl und dem Innsbrucker Pastoraltheologen Prof. Christian Bauer.

Im Mittelpunkt des Kongresses stehen aber nicht Vorträge sondern rund 60 Workshops, die exemplarisch aufzeigen, wie Engagement der Laien in Zukunft aussehen kann. Müller: "Wo passiert schon Ermutigendes, wo geschehen Dinge, die zukunftsweisend sind und wo liegen immer noch Spannungsfelder, die es zu bewältigen gilt? Darum soll es gehen."

Die inhaltliche Bandbreite der Workshops ist groß und reicht von Jugendsozialprojekten über Aktionen für Asylsuchende, Glaubenskurse für Erwachsene, Angebote für trauernde Hinterbliebene bis zu liturgischen Experimenten.

Der Kongress ist die Fortsetzung des ersten PGR-Kongresses, der im Mai 2010 in Mariazell stattfand.

In Österreich gibt es rund 30.000 ehrenamtliche gewählte Pfarrgemeinderäte. Der Frauenanteil liegt je nach Diözese zwischen 54 und 63 Prozent. Die letzten PGR-Wahlen fanden 2012 statt, die nächsten sind für 2017 anberaumt.