Bibel für Österreicher "veraltet aber nützlich"

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Wiener Neudorf, 10.04.2014 (dsp) Das „Buch der Bücher“ ist in den österreichischen Haushalten weit verbreitet, verstaubt jedoch mehrheitlich im Regal. Das ergab eine österreichweite Umfrage von "marktagent.com". Nach dieser online-Befragung sind die Österreicher mit der Bibel inhaltlich vertraut, in Punkto Bibelkunde stellen sie sich jedoch ein schlechtes Zeugnis aus. Dennoch meint jeder Zweite der 500 Befragten, dass die Inhalte der Bibel an die nächste Generation vermittelt werden sollten. 60 Prozent sind überzeugt, dass man aus der Bibel etwas für das Leben mitnehmen kann.

<--break->Danach befragt, welches das meistgedruckte, am häufigsten übersetzte und am meisten verbreitete Buch der Welt ist, nennen drei von vier Österreichern spontan (korrekt) die Bibel (75,6%). Immerhin 5 Prozent der Österreicher halten „Harry Potter“ und 2 Prozent die erotische Roman-Trilogie „Fifty Shades of Grey“ für weltweit am bedeutendsten, so das Ergebnis einer aktuellen Studie unter 500 Österreichern des Online Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com.

Laut Umfrageergebnis hat mehr als jeder zweite Österreicher (55,6%) zumindest eine Bibel zu Hause, unter den Befragten mit katholischem Glaubensbekenntnis sind es knapp zwei Drittel (63,2%). Bei 56 Prozent der Österreicher verstaubt das Wort Gottes jedoch zu Hause im Regal. Nur 8 Prozent gehören hierzulande zu den regelmäßigen Bibellesern, die zumindest alle 2 bis 3 Monate die Bibel zur Hand nehmen. Immerhin jeder fünfte Österreicher liest darin zumindest einmal im Jahr (20,0%), weitere 24 Prozent seltener. Allgemein lässt sich feststellen, dass je fester der Glaube und je älter die Befragten, desto häufiger studieren die Österreicher die Heilige Schrift. Am ehesten wird sie hierzulande hervorgeholt, um etwas nachzulesen oder nachzuschlagen (36,8%) sowie zu besonderen Anlässen (24,5%) wie Ostern, Weihnachten oder anderen Feierlichkeiten.

40 Prozent der Österreicher haben in ihrem Leben zumindest Teile aus der Bibel schon einmal gelesen, jeder Neunte hat sie sogar komplett durchgeackert (10,8%). 43 Prozent haben sich zumindest am Rande mit deren Inhalt beschäftigt, ohne wirklich einen Blick in die Bibel geworfen zu haben. Als „sehr verständlich“ würden jedoch nur 7 Prozent der befragten Bibelkundigen das Wort Gottes bezeichnen. Auch ein starker Glaube an den lieben Gott, mehrmaliges Lesen oder ein katholisches Glaubensbekenntnis helfen nur bedingt weiter, Licht in Punkto Bibelverständnis zu bringen, so das Studienergebnis. „Das eigene Wissen rund um die Bibel schätzen sechs von zehn Österreichern eher schlecht bis sehr schlecht ein. Jeder Dritte verpasst sich die Schulnote 3 in Sachen Bibelkunde und nur 8 Prozent würden ihr Wissen sehr gut bis gut beschreiben“, erklärt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com.

Drei von Fünf (60,8%) sind davon überzeugt, dass man sich aus der Bibel etwas für das eigene Leben mitnehmen kann. Unter den Konfessionslosen denken immerhin 40 Prozent so. Jeder zweite Österreicher hält es auch heutzutage für wichtig, dass Kinder und Jugendliche in Österreich mit den Inhalten der Bibel vertraut gemacht werden (50,5%), bevorzugt in ihrer ursprünglichen Form als Buch (34,9%) oder als Film bzw. Serie (30,7%). Immerhin 18 Prozent könnten sich auch eine Vermittlung in Form einer inhaltlichen Zusammenfassung vorstellen.