Arbeits-Los: Kirchenorganisationen erinnerten an Menschen ohne Job

Arbeits-Los: Kirchenorganisationen erinnerten an Menschen ohne Job

 St. Pölten, 30.04.2014 (dsp) Am 30. April, dem Tag der Arbeitslosen, erinnerten mehrere kirchliche Organisationen bei Straßenaktionen in St. Pölten, Amstetten und Gmünd an das schwierige Los von Menschen ohne Job. Neben der Caritas waren dies Fraktion christlicher GewerkschafterInnen, die Katholische ArbeiterInnenjugend, die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung (KAB), das Netzwerk der Solidarität sowie die Betriebsseelsorge.

Die Caritas der Diözese St. Pölten bietet durch die Dienste der Beruflichen Integration seit 18 Jahren Menschen mit Behinderungen und/oder Lernschwierigkeiten Unterstützung in ihrer beruflichen Lebensplanung und deren Umsetzung. Fast jeder kennt Menschen, die ohne Arbeit sind, oder war selbst von Arbeitslosigkeit betroffen. Der hohe Stellenwert der Arbeit in unserer Gesellschaft hat für Menschen, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, enorme Auswirkungen. Es bedeutet neben einem reduzierten Einkommen einen geringeren Selbstwert und die Folgen können Depressionen, soziale Ausgrenzung und Überschuldung sein. Das Risiko, von Arbeitslosigkeit betroffen zu sein, ist für Menschen mit Behinderungen ungleich höher. Eine Behinderung/Erkrankung zu haben, ist ein Schicksal neben anderen (MigrantInnenen, langzeitarbeitslose Personen, AlleinerzieherInnen).

Am Aktionstag wurden von kirchlichen Sozialorganisationen Informationsmaterialien in St. Pölten verteilt. Denn Arbeitslosigkeit ist mehr denn je auch eine Frage des Loses, das einem das Leben zuweist, und das aus eigener Kraft nur bedingt veränderbar ist.

Fotos: Straßenaktionen in St. Pölten