Ad-limina-Besuch der Bischöfe

Die österreichischen Bischöfe reisen unter Führung des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Kardinal Christoph Schönborn, am kommenden Sonntag zu ihrem Ad-limina-Besuch nach Rom. "Der Ad-limina-Besuch der Bischöfe beginnt am Montag mit einer Messe im Petersdom und hat am Montagvormittag mit der Audienz der Bischöfe aus der Salzburger Kirchenprovinz bei Papst Franziskus bereits einen ersten Höhepunkt," erklärte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka.

Der Besuch "ad limina" ("an den Schwellen" der Apostelgräber) ist vom Kirchenrecht in regelmäßigen Abständen vorgesehen - für die österreichischen Bischöfe war das zuletzt im November 2005 während Pontifikats von Benedikt XVI. Neu gegenüber früheren Ad-limina-Besuchen ist laut dem vorliegenden Programm, dass es voraussichtlich zu keiner Gemeinschaftsaudienz des Papstes mit allen österreichischen Bischöfen kommen wird. Auch die früher übliche Ansprache des Papstes an den Episkopat ist diesmal nicht vorgesehen.

Steht die montägliche Audienz der Bischöfe der Salzburger Kirchenprovinz mit Erzbischof Franz Lackner an der Spitze am Anfang des Ad-limina-Besuches, so wird dieser am Freitag, 31. Jänner, mit der Audienz des Papstes für Kardinal Christoph Schönborn und die Bischöfe der Wiener Kirchenprovinz und einer anschließenden Messe in der Basilika St. Paul vor den Mauen abgeschlossen.

Ein Fixpunkt bei allen Ad-limina-Besuchen sind die Gespräche der Bischöfe mit den engsten Mitarbeitern des Papstes, um einen Überblick über die Situation in ihrem Kirchengebiet geben zu können und dabei die Expertise auf weltkirchlicher Ebene einzuholen. Die großen Dikasterien, also die für Glaubenslehre, Bischöfe, Klerus, Ordensgemeinschaften, Gottesdienst und Bildung zuständigen Kongregationen, werden von allen Bischöfen besucht. Alle Mitglieder der Österreichischen Bischofskonferenz werden zudem das Generalsekretariat der Bischofssynode aufsuchen, das die kommenden Synoden über "Familie und Evangelisierung" vorbereitet. Das dichte Besuchsprogramm sieht vor, dass auch die anderen Dikasterien von bischöflichen Delegationen besucht werden.

Ein Ad-limina-Besuch hat vom Prinzip her einen starken spirituellen Charakter und soll die lebendige Verbindung einer Teilkirche mit der Universalkirche und ihren apostolischen Fundamenten zum Ausdruck bringen. In diesem Sinn werden die österreichischen Bischöfe in den vier römischen Hauptbasiliken Gottesdienst feiern, am Montag um 7.15 Uhr im Petersdom, am Mittwoch um 16.00 Uhr in San Giovanni in Laterano, am Donnerstag um 7.30 Uhr in Santa Maria Maggiore und am Freitag um 16.00 Uhr in San Paolo fuori le Mura.

Ein Fixpunkt mit pastoralem Akzent ist die Eucharistiefeier der Bischöfe am Dienstag, 28. Jänner, um 19.30 Uhr, in der österreichisch-deutschen Nationalkirche Santa Maria dell'Anima unweit der Piazza Navona. Im Anschluss daran werden die Bischöfe im Rahmen eines Empfangs mit den in Rom lebenden deutschsprachigen Gemeindemitgliedern zusammentreffen.

Untergebracht sind die österreichischen Bischöfe für die Dauer des Ad-limina-Besuchs in der Casa Santa Marta, in jenem Gästehaus auf vatikanischem Boden, in dem auch Papst Franziskus wohnt.

(KAP)