4 x 1000 Jahre Pfarre

Krems-St. Veit

St. Pölten, 11.01.2014 (dsp) Vier Pfarren der Diözese St. Pölten feiern 2014 ihr Millennium: Herzogenburg, Krems-St. Veit, Tulln-St. Stephan und Zwentendorf. Auch das Benediktinerstift Melk, das 2014 seit 925 Jahren besteht, feiert ein 1000-Jahr-Jubiläum: Am 13. Oktober 1014 wurde der einstige Landespatron und jetzige Stadt- und Stiftsheilige Melks, Koloman, im Stift beigesetzt.

Vor 1000 Jahren hat das Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde die Pfarre Herzogenburg gegründet. „Dieses Millennium ist Grund zu bedenken und zu feiern“, so Stiftsdechant und Pfarrer H. Mauritius Lenz. Das Motto des Jubiläumsjahres lautet: „1000 Dank“. „Wir haben viel zu danken für die Tradition des Glaubens in Herzogenburg und die vielen Generationen von Menschen, die sie uns überliefert haben.“ Der Auftakt zu den Feiern ist die Veranstaltung „Wir sind Pfarre“ am 22. Februar mit einem Wortgottesdienst und einem Pfarrfest, Höhepunkt und Abschluss das Kirchweihfest am 5. Oktober.

Als Kaiser Heinrich II. Bischof Berengar von Passau an mehreren Orten Besitzungen zur Errichtung von Pfarren schenkte, war auch Krems unter diesen Orten. Die erste Pfarrkirche – sie war dem heiligen Stephanus geweiht – stand an der Stelle der heutigen Piaristenkirche. Da sich die Stadt aber in der Ebene ausdehnte, kamen die Pfarrrechte später an die Veitskirche. Der hl. Vitus wird erstmals 1178 als Namenspatron der Kirche genannt. Die heutige Form der Kirche geht auf den barocken Neubau in den Jahren 1616 bis 1630 zurück. Erster Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist der Fernsehgottesdienst in ORF2 und ZDF am 19. Jänner. Am 15. Juni wird Bischof Klaus Küng um 15 Uhr einem Festgottesdienst vorstehen.

Auch Tulln zählt zu jenen Orten, in denen Kaiser Heinrich dem Passauer Bischof Grund zur Errichtung einer Kirche und Pfarre schenkte. Gefeiert wird das Pfarrjubiläum unter dem Motto „Glauben bekennen – Treue leben – Caritas fördern“ mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm. Das Jubiläumsjahr wurde bereits am 26. Dezember (Patrozinium) mit einem Festgeläute, bei dem erstmals alle neuen Glocken gemeinsam zu hören waren, eingeläutet. Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen zelebrierte das Hochamt. Höhepunkt des Jahres ist eine Festmesse am 21. September mit Bischof Klaus Küng, bei der die Messe „1000 Takte für 1000 Jahre“ von Johann Simon Kreuzpointner uraufgeführt wird.

Die Pfarre Zwentendorf wird zwar erst um 1140 urkundlich erwähnt, es sprechen jedoch gewichtige Gründe dafür, dass die Pfarre ebenfalls bereits vor 1000 Jahren gegründet wurde: die für 1014 bezeugten Pfarrgründungen in der Umgebung und die Tatsache, dass auch Zwentendorf eine Stephanus-Pfarre ist, also von Passau aus gegründet wurde.Das Jubiläum begann mit dem Erntedankfest 2013 und wird mit dem Erntedank 2014 enden. Das ganze Jahr über gibt es so genannte „Motto“-Messen. Am 15. Juni feiert Weihbischof Anton Leichtfried eine Festmesse unter dem Motto „Unsere Pfarre – eine Gemeinschaft der Lebendigkeit“.