27. Juli: Christophorus-Sammlung für Missionsfahrzeuge - der Segen fährt mit

27. Juli: Christophorus-Sammlung für Missionsfahrzeuge - der Segen fährt mit

St. Pölten-Neumarkt, 19.07.2014 (dsp) Mit einem bewährten Slogan bittet die österreichische MIVA wieder vor allem Autofahrerinnen und Autofahrer um ihre Spende: „Einen  ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto“. Die MIVA ist ein katholisches Hilfswerk, das sich die Finanzierung von Fahrzeugen für Mission und Entwicklung zum Ziel gesetzt hat. Die Sammlung wird in allen Pfarren in Niederösterreich durchgeführt.

Kamerun: Fahrzeuge für Ordensschwestern

Die MIVA Austria kooperiert von Stadl Paura aus jedes Jahr mit Projektpartnern in mehr als 60 Ländern. Eines davon ist diesmal Kamerun. Dort haben unter anderem die Tertiarschwestern des Hl. Franziskus um Fahrzeuge angesucht. Sie haben im Nordwesten des Landes (Shisong bei Kumbo) ein Schwerpunktkrankenhaus errichtet. Dazu gehört ein großes „Cardiac Centre“, eine Herzstation, in der auch am offenen Herzen operiert wird. Es ist die einzige derartige Einrichtung in ganz West- und Zentralafrika. Zusätzlich betreiben die Schwestern, deren Mutterhaus in Brixen in Südtirol liegt, eine große Krankenpflegeschule, ein Waisenhaus, eine Grundschule und vieles mehr. Vom Krankenhaus aus werden kleinere medizinische Stationen in vielen Orten des Landes betreut. Der Fuhrpark der Institutionen ist minimal. Im Herzzentrum etwa muss man auf den einzigen Ambulanzwagen zurückgreifen, um Gastärzte vom eine Tagesreise entfernten Flughafen in Douala abzuholen. Ein MIVA-Auto könnte dem abhelfen.

Priester unterwegs

Neben Projekten wie diesen unterstützt die MIVA Priester in ihrer Seelsorge-Arbeit. In den Missionsländern sind die Pfarren groß und weitläufig; die Katholiken leben verstreut. Um alle Gemeinden zu erreichen und wenigstens einmal pro Monat mit ihnen Eucharistie zu feiern, sind sie auf robuste Fahrzeuge angewiesen, die in der Regel von den finanzschwachen Diözesen nicht finanziert werden können. Auf den schlechten Straßen sind die Fahrzeuge zudem großer Beanspruchung ausgesetzt. Nicht immer ist es so wie bei dem österreichischen Kamerun-Missionar P. Herrmann Gufler, der die Pfarre Oku im Nordwesten Kameruns leitet. Sein Toyota Hilux ist zwölf Jahre alt, dabei aber noch gut in Schuss. P. Hermann ist der MIVA für die Fahrzeuge, die er im Lauf seines Berufslebens erhalten hat, sehr dankbar. Aber er ist jetzt 72. Bis zu seiner Pensionierung in drei Jahren rechnet er nicht damit, noch einmal um ein Fahrzeug ansuchen zu müssen. Die gute Pflege des Fahrzeugs macht sich bezahlt: So kann ein anderer Priester, der dringend ein Fahrzeug braucht, mit einer positiven Antwort rechnen.

Die MIVA

Die MIVA ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche. Bei ihren Projekten handelt es sich ausschließlich um die Finanzierung von Fahrzeugen für Pastoral- und Entwicklungszusammenarbeit sowie für medizinische Versorgung in den ärmsten Ländern der Welt. Mit einem jährlichen Spendenaufkommen von rund 1,8 Millionen Euro ist die "Christophorus-Aktion" die größte Sammlung der heimischen MIVA. Insgesamt konnte das Hilfswerk im Vorjahr knapp 5,6 Millionen Euro Spendeneinnahmen verzeichnen. Damit wurden 2.821 Transportmittel in 56 Ländern finanziert.

Christophorus-Sonntag

Am ChristophorusSonntag, dem 27. Juli 2014, werden in manchen Pfarren auch Fahrzeugsegnungen abgehalten. Besonders gekennzeichnete Opferstöcke in den Kirchen stehen für die Spende zur ChristophorusAktion bereit.

Christophorus-Legende

Nach der Legende ist Christophorus ein Riese, der einen Herrn sucht. Weil er weder beten noch fasten kann, dennoch aber Christus als dem mächtigsten Herrn dienen will, erklärt er sich bereit, Menschen über einen reißenden Fluss zu tragen. Eines Nachts ruft ihn ein Kind. Er geht hinaus und trägt es über den Fluss. Da wird es immer schwerer – so schwer dass er, der Riese, zu ertrinken fürchtet. Ihm ist, als trüge er die ganze Welt auf seinen Schultern. Da sagt ihm das Kind: „Mehr als die Welt hast du getragen, der Herr, der die Welt erschaffen hat, war deine Bürde.“ Christophorus, dessen Name „Christus-Träger“ bedeutet, ist zum Patron der Reisenden geworden. Auch der MIVA dient er als Leitfigur, denn die Projektpartner in Mission und Entwicklung sind auf gewisse Weise ebenso „Christus-Träger“.

Spendenkonto: IBAN AT57 5400 0000 0077 7771, BIC OBLAAT2L

Foto: Der Pfarrer von Neumarkt/Ybbs, Daniel Kostrzycki, lädt für den 27. Juli dazu ein, einen ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto zu spenden.