1000 Jahre Pfarre Tulln: Buchpräsentation und Ausstellung

HR Dr. Roderich Geyer (Direktor der Tullner Museen), Mag. Heidemarie Bachhofer, MAS (stv. Direktorin des Diözesanarchivs St. Pölten), Mag. Susanne Schimek (Vizebürgermeisterin der Stadt Tulln), Mag. Peter Eisenschenk (Bürgermeister der Stadt Tulln), Bezirkshauptmann Mag. Andreas Riemer (Bezirk Tulln)

Tulln, 07.04.2014 (dsp) Zum 1000-Jahr-Jubiläum der Pfarre präsentierte das Diözesanarchiv St. Pölten seine aktuelle Publikation „Neue Forschungen zur Geschichte der Pfarre Tulln-St. Stephan“ im Römermuseum in Tulln. Der Band fasst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu verschiedensten Aspekten der Tullner Pfarrgeschichte in abwechslungsreicher und vielfältiger Form zusammen, wie Herausgeberin Heidi Bachhofer vom Diözesanarchiv bei der Präsentation erklärte.

Die Publikation enthält insgesamt 17 Artikel von 14 Wissenschaftlern und vereinigt dabei ein breites Spektrum unterschiedlicher Themen, „die in ihrer Gesamtheit einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung der Geschichte von Stadt und Pfarre Tulln bedeuten“, betonte Bachhofer. „Die Tullnerinnen und Tullner, aber auch alle Tulln-Liebhaber und historisch Interessierte werden mit diesem Buch viele noch unbekannte Details zur Geschichte von Stadt und Pfarre Tulln entdecken können.“

Neben klassischen historischen Abhandlungen enthält das Buch archäologische, kunsthistorische, topographische, bauhistorische und volkskundliche Untersuchungen, die viel Neues und Spannendes aus 1000 Jahren Pfarrgeschichte ans Tageslicht bringen. Für Thomas Aigner, dem Leiter des Diözesanarchivs St. Pölten, ist der vorliegende Band „ein wesentlicher Beitrag zu unserem historisch-wissenschaftlichen Auftrag, nämlich dem Erschließen und Erforschen insbesondere kirchlicher Quellen“.

Das Buch ist um € 25,- im Diözesanarchiv St. Pölten zu erwerben (Tel.: 02742/324-321, E-Mail: archiv@kirche.at).

Sonderausstellung „Kirchen in Tulln“

Auch die diesjährige Sonderausstellung des Römermuseums Tulln nimmt mit dem Thema "Kirchen in Tulln" Bezug auf das Jubiläumsjahr. „Die Beschäftigung mit der Vergangenheit führt uns immer wieder die eigene Identität vor Augen“, sagte der Tullner Bürgermeister Peter Eisenschenk bei der Eröffnung.

Die Ausstellung präsentiert nicht die Tullner Kirchen, wie sie sich heute zeigen, sondern spürt dem Verborgenen, dem Vergessenen, dem Zerstörten und dem Besonderen früherer und heutiger Sakralkunst nach. Insgesamt werden Impressionen von zwölf Bauten in Bildern, Objekten und Computersimulationen dargestellt.

Am Anfang der Ausstellung steht das Dokument ihres Anlasses, die Kaiserurkunde von 1014 samt deren Umfeld. Am 5. Juli 1014 übertrug Kaiser Heinrich II. dem Passauer Bischof mehrere Grundstücke in der babenbergischen Mark zur Errichtung je einer Kirche und eines Priesterhauses, unter anderem auch in Tulln.

Die Ausstellung im Römermuseum Tulln ist bis 2. November 2014 von Mittwoch bis Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr, zu besichtigen.

Foto (v.l.n.r.): HR Dr. Roderich Geyer (Direktor der Tullner Museen), Mag. Heidemarie Bachhofer, MAS (stv. Direktorin des Diözesanarchivs St. Pölten), Mag. Susanne Schimek (Vizebürgermeisterin der Stadt Tulln), Mag. Peter Eisenschenk (Bürgermeister der Stadt Tulln), Bezirkshauptmann Mag. Andreas Riemer (Bezirk Tulln)