Wahl von Papst Franziskus „erfüllt mit großer Hoffnung“

St. Pölten, 14.03.2013 (dsp) Nach dem überraschend kurzen Konklave haben Bischof Klaus Küng, Weihbischof Anton Leichtfried, der Direktor der Pastoralen Dienste, Sepp Winklmayr, und die Generaloberin der Franziskanerinnen Amstetten zur Wahl des argentinischen Kardinals und Jesuiten Jorge Manuel Bergoglio zum Papst Franziskus Stellung genommen.

Für Bischof Küng ist Name des Papstes Franziskus Programm

Diözesanbischof DDr. Klaus Küng: „Die rasche Wahl des Papstes Franziskus hat uns alle überrascht. Sein Name ist Programm: Er ist bekannt für seine große Liebe zu Armen und Bedrängten, er ist asketisch und spirituell, einfach in seinem Lebensstil. Er sucht nicht den Applaus der Medien und ist eher karg an Worten; aber wenn er spricht, ist er klar und deutlich, nicht selten im Widerspruch zu den gängigen Trends und Meinungen.
Er hat eine Gabe des Zuhörens und doch eine feste Hand. Als bisheriger Erzbischof einer der größten Metropolen Südamerikas bringt er eine neue Sicht und ist doch nicht nur auf Grund seiner Herkunft, sondern vor allem durch seinen Glauben tief in der Weltkirche verwurzelt.
Mich erfüllt seine Wahl mit einer großen Hoffnung.“

Weihbischof Leichtfried sieht „Signal in Richtung Weltkirche“

Weihbischof Dr. Anton Leichtfried: „Für mich war es eine Überraschung. Die Wahl von Franziskus I. ist ein deutliches Signal in Richtung Weltkirche. Die ersten Worte haben mich in ihrer Einfachheit beeindruckt. Das gemeinsame stille Gebet am Petersplatz war sehr berührend.“

Direktor Winklmayr hofft auf mehr Zuständigkeiten für Teilkirchen

Direktor Dr. Sepp Winklmayr: „Als begeisterter Pilger nach Assisi – die Pastoralen Dienste waren vor einem Jahr auf einer Besinnungswoche dort – freue ich mich sehr über den neuen Papst Franziskus und hoffe, dass die Ideale des Heiligen in das Bemühen des neuen Papstes einfließen. Ein Papst aus Argentinien wird hoffentlich den einzelnen Teilkirchen in den Kontinenten und in den katholischen Ländern, auch in Europa, mehr Vertrauen und Zuständigkeit in der Lösung ihrer Probleme zugestehen und die zentralen Machtansprüche der römischen Kurie auf ein von Respekt und Vertrauen bauendes Miteinander des katholischen Bischofskollegiums verändern.“

Generaloberin Bruckner hofft auf Veränderungen für die „wirklich Armen“

Generaloberin Sr. Franziska Bruckner: „Papst Franziskus I. ist wohl ein programmatischer Name. Wie geht Papst Franziskus mit den Armen um, besonders mit jenen, die durch Menschen der Kirche verletzt wurden und sich enttäuscht abgewandt haben? Wie offen und gesprächsbereit geht er auf jene zu, die in der Kirche sich engagieren und auf ein Wort der Ermutigung hoffen?
Gesellschaftspolitische und weltumspannende Anliegen wie der Einsatz für den Frieden, die Sorge um die soziale Gerechtigkeit, die Anliegen einer schöpfungsgerechten und nachhaltigen Wirtschaft in einer globalen und weltumspannenden Zusammenschau: All das sind Themen, die ihn aufgrund seiner Herkunft und dessen was ich bis jetzt über ihn gehört habe, bewegen und vermutlich antreiben, etwas zu einer positiven Veränderung für die wirklich armen Menschen anzustoßen und umzusetzen.