Vatikan: Gebetswache für Syrien bricht alle Rekorde

Die Gebetswache für Syrien am kommenden Samstag auf dem Petersplatz dürfte mit vier Stunden Dauer die längste Papstzeremonie zumindest der vergangenen Jahrzehnte sein. Wie Vatikansprecher Federico Lombardi betonte, stehen Gebete, Fürbitten, Friedensworte früherer Päpste, symbolische Gesten und eine eucharistische Anbetung im Mittelpunkt.

Franziskus hatte angesichts der sich zuspitzenden Lage in Syrien für die Weltkirche einen Gebets- und Fastentag angesetzt. Franziskus hat auch die anderen christlichen Konfessionen und die anderen Religionen eingeladen, sich im Rahmen ihre Normen zu beteiligen.

Die Gebetswache beginnt um 19 Uhr mit der Anrufung des Heiligen Geistes und einem Rosenkranzgebet. Dazu wird die hochverehrte Ikone der "Salus Popoli Romani" in einer Prozession von vier Schweizergardisten vom Obelisken des Petersplatzes zum Altar getragen. Jedes Rosenkranzgebet schließt mit dem marianischen Appell "Königin des Friedens, bitte für uns".

Es folgt die Friedensmeditation des Papstes (gegen 20.00 Uhr oder 20.30 Uhr), an die sich der eucharistische Teil der Gebetswache anschließt. Dazu wird das Allerheiligste in der Monstranz auf dem Altar ausgesetzt. Die folgenden fünf Gebetsteile umfassen biblische Texte zum Thema Frieden, Friedensgebete früherer Päpste, Friedensbitten in Antwortversen, Gesänge und Weihrauchopfer sowie Momente der Stille zum persönlichen Gebet. Am Ende jedes Gebetsteiles legen Personen aus fünf Ländern Weihrauch auf eine bereitgestellte Rauchpfanne: aus Syrien, Ägypten, dem Heiligen Land, den USA und Russland. An eine Reihe von Lesungen schließt sich eine längere Stillephase (ca. 22.15 bis 22.45 Uhr) an. Die Gebetswache endet mit dem eucharistischen Segen durch den Papst mit der Monstranz gegen 23.00 Uhr.

(KAP)