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Stift Seitenstetten und Sonntagberg wollen Pilgerwesen forcieren

Stift Seitenstetten und Sonntagberg wollen Pilgerwesen forcieren

Seitenstetten-Sonntagberg, 29.11.2013 (dsp) Das Stift Seitenstetten hat viel vor im kommenden Jahr. So ist es das Ziel, das Pilgerwesen zum Stift Seitenstetten und zur Basilika auf dem Sonntagberg, die von den Benediktinern betreut wird, zu verstärken. Mit der Sonderausstellung „Wallfahren & Pilgern – Wege zum Leben!“ (21. April bis 31. Oktober) im Stift wird das Thema massiv forciert.

Außerdem freute sich das Stift bei einer Pressekonferenz über große Interesse an der Sonderausstellung „Leben im Vierkanthof – wo Bauern und Mönche beten und arbeiten“, die 2012 von 33.000 und heuer von 11.000 Menschen besucht wurde. Insgesamt nahmen in den letzten beiden Jahren über 104.000 Besucher die vielfältigen Angebote des Benediktiner-Klosters wahr: Vom Meierhof mit seinem gastronomischen Angebot über Konzerte und Ausstellungen bis hin zum beliebten Stiftsgarten.

Seit 400 Jahren ziehen Wallfahrten und Pilger zum Gnadenbild nach Sonntagberg. Die Sonderausstellung „Wallfahren und Pilgern – Wege zum Leben“ erzählt anlässlich des Jubiläums die Geschichten des Sonntagbergs, der Pilger und Wallfahrer. Die Schau wird Anfang Mai 2014 offiziell eröffnet – mit einem dreistündigen Gang von Seitenstetten nach Sonntagberg, so Abt Petrus Pilsinger. Klöster seien immer schon Raststationen gewesen, daher gefalle ihm der Spruch „Wer in sich ruhen will, muss sich bewegen“. Aus Sicht des Abtes sei die Ausstellung „Wallfahren & Pilgern – Wege zum Leben!“ auch eine gute Gelegenheit, das Evangelium zu verkünden.

Künftig sollen die Pilger besser empfangen werden – etwa mit neu adaptierten Räumlichkeiten. Abt Petrus freut sich auch schon auf die Neugestaltung des Altarraumes – ua. mit einem neuen Volksaltar.

Ausbildung von Pilgerbegleitern

Der Abt berichtet, dass künftig in Seitenstetten Pilgerbegleiter ausgebildet werden und es regelmäßige Wallfahrten auf den Sonntagsberg geben soll, die von jungen Benediktinern geführt werden. Er kündigt auch begleitend ein Pilgersymposium an. Denn das Stift wolle seine Sonderausstellungen nachhaltig und langfristig gestalten.

Der Seitenstettner Obere sieht auch in den anderen Ausstellungen in der Stiftsgalerie qualitätsvolle Kunst ausgestellt, die genauso anziehe wie der beliebte Stiftsgarten, der eine wichtige Erholungsoase der Region sei.

Seitenstetten spielt wichtige Rolle im Mostviertel

Moststraßen-Obfrau und Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer betont, dass „noch viele spirituelle Schätze zu heben“ seien. Das Stift Seitenstetten ziehe schon jetzt viele Touristen an. Gleichzeitig sei „Pilgern in Mode“. Sie sehe darin eine Suche nach Sinn im Leben vieler. Mit dem Stift gebe es eine „perfekte Zusammenarbeit“, der Kulturtourismus spiele für die Gegend eine immer wichtigere Rolle. Ziel sei es, den Sonntagberg und das Stift Seitenstetten als Drehpunkte des Pilgerns im westlichen Mostviertel zu etablieren – modern aufbereitet. Laut Hinterholzer kämen die anderen traditionellen Pilgerwege der Region, wie die Via Sacra oder der Jakobsweg, neuerdings wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen. Man arbeite derzeit daher an Kartenmatrial, Routenplaner oder Apps für die Pilgerregion.

Foto: Austellungskurator P. Martin Mayrhofer, Abt Petrus Pilsinger und Moststraßen-Obfrau und Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer.