Segensfeiern für ältere Menschen in der ganzen Diözese: "Du sollst ein Segen sein"

St. Pölten, 02.10.2013 (dsp) „Wir erleben, dass gerade auch ältere Menschen wieder mehr nach Innen denken, ihr Lebensziel in den Blick bekommen“, betonte Edith Habsburg-Lothringen, Vorsitzende der diözesanen Seniorenpastoral, bei der Segensfeier für ältere Menschen in St. Georgen in der Klaus. An über zehn Orten im Most- und Waldviertel wurden solche Gottesdienste begangen, die unter dem Motto „Du sollst ein Segen sein“ standen.

Die Senioren-Vorsitzende vor den den über 150 Senioren aus 15 Pfarren aus den Dekanaten Haag und Waidhofen/Ybbs. weiter: „Unser Anliegen ist es, dass christliche Gemeinden Orte sind, an denen es die Freiheit gibt alt zu sein in den vielen Formen, in denen sich Alter heute zeigt: junge Alte, Betagte, Hochbetagte, Kranke, Pflegebedürftige, Verwirrte usw.“ Die Seniorenpastoral wolle Menschen motivieren, ihre Fähigkeiten, ihre Erfahrungen sinnvoll einzubringen, voneinander zu profitieren. Ihr „persönlich ist es ganz wichtig, der jungen Generation einen wertvollen, respektvollen und offenen Umgang miteinander erleben zu lassen“. In den Angeboten der Seniorenpastoral gebe es einige generationenübergreifende Veranstaltungen, mit denen sehr positive Erfahrungen gemacht worden seien - etwa „Technik in Kürze“, wo Jugendlichen Älteren den Umgang mit dem Computer oder dem Handy beibringen.

Kreuzerl auf die Stirn

Habsburg-Lothringen lud die Senioren dazu ein, für andere zum Segen zu werden: „Etwa, wenn wir für andere Geduld aufbringen. Wenn man sich ehrlichen Herzens für das Glück anderer freut. Oder wenn wir zum Verzeihen bereit sind.“ Die Kirche sage: „Jeder Getaufte ist berufen ein Segen zu sein und selbst zu segnen.“ Gute christliche Tradition sei es, wenn Großeltern den Kindern symbolisch ein Kreuz auf die Stirn gegeben wird oder wenn sie beim Verlassen des Hauses im Geiste einen Segensspruch nachgeschickt bekommen. Sie gab weiters den Rat immer zu überlegen: „Wen segnen wir heute?“

In der Diözese St. Pölten findet alle drei Jahre eine große zentrale Segensfeier für ältere Menschen statt, dazwischen gibt es rund um den 1. Oktober – dem Welttag der älteren Generation - regionale Begegnungen.

„Es wäre mir ein Anliegen, Segensfeiern für die ältere Generation österreichweit weiter zu verbreiten“, so Sepp Winklmayr, der in der Österreichischen Pastoralamtskonferenz für den Bereich Senioren zuständig ist. Diese Form der Segensfeiern seien hilfreich, das habe sich in der Diözese St. Pölten gezeigt: Oft könnten ältere Menschen nicht mehr handeln oder seien geschwächt, da es sie geistig und spirituell stärke. Umgekehrt wäre es ihnen auch wichtig, wenn sie für ihre Angehörigen und deren Anliegen beten und somit für diese zum Segen werden. Überdies seien die Segensfeiern mit anschließender Agape oder Gasthausbesuch wichtig für das Gemeinschaftsgefühl, sagt Winklmayr.