Palliativmedizin: Seelsorge ein wichtiger Bestandteil

Palliativmedizin: Seelsorge ein wichtiger Bestandteil

Scheibbs, 28.09.2013 (dsp) Palliativ Care oder Palliativmedizin wird im Landesklinikum Scheibbs angeboten und ist ein „Hafen für Lebensqualität“. Mit diesem Thema beschäftigten sich 60 Krankenhausseelsorger in Scheibbs.

Birgit Kum-Taucher, Petra Schweighofer und Pastoralassistentin Maria Gratzer-Hagen stellten die Arbeit auf der Palliativ-Station und deren Werdegang vor. Im LK Scheibbs gibt es neben der Palliativ Station mit 8 Betten auch den Palliativen Konziliardienst und das mobile palliativ Team. Dabei wurde auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen (Ärztinnen, Pflege, Psychologie und Seelsorge) hingewiesen. Die Referenten betonen, wie wertvoll eine Visite auf Augenhöhe für die Patienten sei.

Auf der Palliativ Station sei nicht nur der Patient im Blickpunkt, sondern es würden auch die Angehörigen, ja das gesamte familiäre Umfeld wahrgenommen und so gut wie möglich in die Planung der Therapie mit einbezogen.

Maria Gratzer-Hagen: „Das gesamte Palliativteam möchte ein Hafen für Menschen sein, in dem man für eine gewisse Zeit andocken und Schutz vor den oft allzu hohen Wogen des Lebens suchen sowie auch zur Ruhe kommen kann, um dann auch wieder loszulassen und in den persönlichen Alltag hinauszufahren.“

Was ist Palliativmedizin:
Palliativmedizin ist die angemessene medizinische Versorgung von Patienten mit fortgeschrittenen und fortschreitenden Erkrankungen mit einer begrenzten Lebenserwartung. Nicht die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche, Ziele und das Befinden der Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung. Aufgabe und Ziel der Palliativmedizin ist es, eine Unterstützung anzubieten, damit der Patient die bestmögliche Lebensqualität in seiner ihm verbleibenden Zeit erreichen kann. Dies wird ermöglicht durch die Kooperation von kompetenten palliativen Einrichtungen mit Hausärzten, Sozialstationen und Krankenhausstationen, so dass eine optimale Behandlung rundum die Uhr überall dort gesichert werden kann, wo diese Patienten betreut werden. Dabei ist vorrangig, dem Patienten selbst die Entscheidungsmöglichkeit zu geben, ob er zu Hause oder in stationären Einrichtungen versorgt werden will.