Kirche feiert am 22. September den "Sonntag der Völker"

St. Pölten, 18.09.2013 (dsp) "Migranten bereichern das kirchliche Leben und bringen vielerorts neuen Schwung ein. Der 'Sonntag der Völker' am 22. September erinnert daran, verstärkt auf christliche Zuwanderer in unseren Pfarren zuzugehen und sie zum Mitfeiern, zur Mitarbeit und zum Gottesdienst einzuladen", betont Sepp Gruber, zuständig für die Seelsorge der Fremdsprachigen in der Diözese St. Pölten. Der "Sonntag der Völker" steht heuer unter dem Motto "Migration - Pilgern im Glauben".

"Es gibt in Christus und in der Kirche keine Ungleichheit aufgrund von Rasse und Volkszugehörigkeit..." Dieser Satz vom Zweiten Vatikanischen Konzil (Dogmatische Konstitution über die Kirche, Lumen gentium 32) war die Grundlage, so Gruber, dass die Kirche Österreichs in den 1970iger Jahren eine eigene Pastoral für die so genannten „Gastarbeiter“ begann. Jährlich sollte in allen Kirchen auf die Situation der Migranten in Österreich aufmerksam gemacht werden.

Der„Sonntag der Völker“, der früher „Gastarbeitersonntag“ bzw. „Ausländersonntag“ hieß, wird von den Fremdsprachenseelsorgern österreichweit koordiniert und an jedem letzten Sonntag im September begangen. Die katholische Kirche legt großen Wert auf die „Begegnung der Völker“ auch innerhalb der christlichen Gemeinden: 2004 veröffentlichte der Vatikan das Dokument „Die Liebe Christi zu den Migranten“. "Die Fremden sind ein sichtbares Zeichen und ein wirksamer Aufruf jenes Universalismus, der ein grundlegendes Element der katholischen Kirche ist", sagt das Schreiben. Daher müsse die „Aufnahme der Fremden“ ein dauerhaftes Zeichen der Kirche Christi bleiben, so Sepp Gruber, der auch an die „berühmten Migranten Abraham und Jesus“ erinnert. Praktisch heiße das für jede Pfarrgemeinde, dass diese Multikulturalität und Gastfreundschaft gegenüber den „Fremden“ überall geübt werden soll.

 

Fest im St. Pöltner Dom

Am Sonntag, 22. September um 10:30 Uhr wird ein spezieller Gottesdienst der Begegnung in St. Pöltner Domkirche gefeiert - unter Beteiligung der kroatischen Mission, der Franziskanerpfarre und philippinischer, albanischer, polnischer und afrikanischer Gläubigen. Anschließend gibt es kulinarische Schmankerl aus verschiedenen Erdteilen. „Alle Interessierten sind dazu auch herzlich eingeladen“, so Gruber.

Foto: Pottenbrunner Pfarrer Sabinus Iweadighi, Sepp Gruber, Seelsorger der Fremdsprachigen in der Diözese St. Pölten, P. Kroatenseelsorger Ilija Mijatovic OFM, St. Pöltner Dompfarrer Norbert Burmettler.