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Dritte Etappe zur Restaurierung des „Domes der Wachau“

Krems, 18.01.2013 (dsp) Die Kremser Stadtpfarrkirche St. Veit – aufgrund ihrer Größe und Bedeutung auch als „Dom der Wachau“ bezeichnet – wird seit 2011 einer vollständigen Innenrestaurierung unterzogen. Das Kuratorium zur Restaurierung unter der Führung von Diözesanbischof Klaus Küng und Landeshauptmann Erwin Pröll hat nun den Abschluss der Restaurierung der Wand- und Gewölbemalereien im Langhaus und der Seitenkapellen sowie die Restaurierung der imposanten Altäre der Querschiffe als nächste Bauetappe beschlossen.
Bischof Küng zeigte sich im Anschluss an die Kuratoriumssitzung in Krems „dankbar und erleichtert zu sehen, dass sich alles gut entwickelt hat". Bisher sei im Zusammenhang mit der Renovierung des „Doms der Wachau“ alles „sehr gut verlaufen“. Küng zeigte sich zuversichtlich, dass auch weitere Herausforderungen bewältigt werden könnten, und lobte in diesem Zusammenhang auch das Engagement der Pfarrgemeinde, die sich in das Projekt „richtig hineinkniet“.

Wie Landeshauptmann Pröll vor Ort bekanntgab, werden in diese 3. Bauetappe 1,15 Millionen Euro investiert. Diese Arbeiten sollen 2013 absolviert werden, damit das Jubiläumsjahr 2014 dann ohne Baustelleneinrichtung begangen werden kann. Insgesamt sollen in die Renovierung rund vier Millionen Euro investiert werden. Es sei „notwendig und sinnvoll in so wertvolle Bauwerke entsprechend zu investieren“, betonte Pröll. Neben dem künstlerischen Aspekt – die Kremser Stadtpfarrkirche zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe – würden über die Denkmalpflege entsprechende Wirtschaftsimpulse ausgelöst.

Das Kuratorium zur Renovierung der Kirche wurde vor zwei Jahren gegründet. Im November des Vorjahres konnte bereits das restaurierte Hochaltarbild enthüllt werden. Mit der Restaurierung des monumentalen Hochaltars und des vom gleichen Künstler stammenden barocken Chorgestühls sowie der Fresken ist die Sanierung des Presbyteriums abgeschlossen. Erneuerte Elektroinstallationen und das neue moderne Beleuchtungssystem rücken diesen Bereich ins rechte Licht.

Im Jahr 2012 wurde auch die Restaurierung der Wandflächen im Querhaus fortgesetzt, wo drei großformatige Leinwandbilder einer Restaurierung unterzogen wurden. Im Zuge dessen wurde im südlichen Querarm hinter zwei dieser Bilder ein Wandgemälde aus ca. 1700 entdeckt, das die „Schlüsselübergabe an Petrus“ darstellt. Zu dieser Ausstattungsphase der Kirche gehört auch das riesige, mit 1707 datierte Wandbild im nördlichen Querarm mit einer Passionsszene. Die Reinigung dieses Gemäldes gaben ihm seine ursprüngliche Farbigkeit und Leuchtkraft zurück.