Bischof Küng zu Diakonen: „Weist mit Eurem Beispiel auf Gott hin“

Melk, 22.09.2013 (dsp) "Vom ORF-Kameramann über den tüchtigen Landwirten bis hin zum Pastoralassistenten oder zum Kirchenrechts-Professor - sie sagen Ja zur Treue Christi in ihrer jeweiligen Berufung", so Bischof Klaus Küng bei der Diakonenweihe von gleich 15 Kandidaten im Stift Melk. Diese in ihren Berufen erfolgreich Tätigen hätten erkannt: "Nicht nur irdische Dinge zählen, sondern auch der Blick auf das ewige Leben. Und als Ständige Diakone wollen sie das auch anderen sagen."

Zentrale Aufgaben der Diakone seien das Werk der Nächstenliebe und als Kirche für die Armen da zu sein. Sie hätten einen Ruf für das geistliche Leben gespürt. Aber es sei nicht nur ein Akt der verstärkten Mitarbeit in der Kirche und des caritativen Dienstes. Durch die Handauflegung würden sie auch neue Befähigungen und Vollmachten bekommen. Sie seien wesensverwandte Mitarbeiter des Bischofs und des Presbyteriums. Die Diakone erhielten weiters die Befähigung zum Dienst am Altar, dürften während der Eucharistie predigen, dürften Taufen und Hochzeiten abhalten und seien zur Katechese beauftragt.

Bischof Küng appellierte an die 15 Kandidaten: "Lebt das geistliche Leben und weist mit Eurem Beispiel auf Gott hin." Das würde auch bei anderen Menschen zum Verlangen nach Gott führen und sei somit eine große Chance für die Kirche. Die Diakone sollten ihrem Weihegrad entsprechend Christus vergegenwärtigen.

Der St. Pöltner Bischof dankte auch den Ehefrauen für ihre Zustimmung zur Weihe und ihren Rückhalt - die meisten der Ständigen Diakone sind verheiratet. Die Familie, die Beziehung zu anderen Menschen und der Diakonendienst seien künftig für sie nicht mehr zu trennen.

Die Stiftskirche Melk war übervoll mit Angehörigen, Freunden und Pfarrmitgliedern. Neben Bischof Küng, Weihbischof Anton Leichtfried und vielen Priestern nahmen zahlreiche Diakone am Festgottesdienst teil.

Die Neugeweihten absolvierten unter der Leitung von Bischofsvikar Franz Schrittwieser eine dreijährige Ausbildung. Vor vier Jahren war die letzte Weihe für Ständige Diakone der Diözese St. Pölten. Zusätzlich zu den 15 gab es heuer bereits zwei Diakonenweihen.