Berufungswallfahrt: Auf der „Schatzsuche des Lebens“

Berufungswallfahrt: Auf der „Schatzsuche des Lebens“

Maria Langegg, 21.10.2013 (dsp) Auf eine „Schatzsuche des Lebens“ begab sich die Berufungspastoral der Diözese St. Pölten. Fast 100 Personen, darunter die Äbte Columban Luser und Petrus Pilsinger, beteiligten sich an dieser Fußwallfahrt von der Ferdinandwarte bei Unterbergern bis zum Wallfahrtsort Maria Langegg. Der Weg führte bei strahlendem Sonnenschein durch den herbstlich bunten Dunkelsteinerwald. Die Wallfahrt stand unter dem Motto „GEO CACHING? Schatzsuche des Lebens“.

„Wir wollen auf diesem Weg dem Schatz unseres Lebens nachspüren“, sagte Bischofsvikar  Gerhard Reitzinger am Beginn der Wallfahrt. Er rief die Pilger auf, auf diesem Weg im Gebet und in den Gesprächen diesen „Schätze des Lebens“ immer mehr nachzuspüren. Der Weg wurde drei Mal durch geistliche Impulse unterbrochen, die zum Nachdenken anregen sollten. Für die erste Strecke wurde angeregt, dem Planen Gottes für den je eigenen Lebensweg nachzuspüren. „Es sind nicht unsere Pläne, sondern jene, die uns ins Herz gelegt sind“, hieß es. Denn jeder habe neben der Berufung, die allen Christen gegeben sei, auch seine eigene Berufungsgeschichte.

Den Abschluss fand die Wallfahrt der Berufungspastoral beim Gottesdienst in der Wallfahrtskirche von Maria Langegg, die von Bischof Klaus Küng geleitet wurde. In der Predigt ging er besonders auf die Tagesheiligen ein: Johannes de Brébeuf, Isaak und Gefährten. Diese waren Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts in Nordamerika, als Missionare bei den Indigenen tätig und starben dort als Märtyrer. Bischof Küng: „Trotz der Gefahren, derer sie sich durchaus bewusst waren, gingen sie ans Werk. Woher nahmen sie aber ihre Kraft? Jesus Christus wird zur Quelle und Kraft.“ Wer Jesus Christus begegne und diese Freude erfahren habe, der könne darüber nicht schweigen. Wir müssten Menschen ansprechen, die Talente haben, sie fragen und auf sie zugehen. Folge der Entdeckung sei nicht irgendein Schatz, sondern der lebendige Gott.

Fotos: Hans Pflügl / Angelika Haberl