17.844 Niederösterreicher riefen bei Telefonseelsorge an

St. Pölten, 12.04.2013 (dsp) 17.844 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher riefen 2012 unter der Nummer 142 bei der Telefonseelsorge der Diözese St. Pölten an, davon waren 11.731 Beratungsgespräche. Die 72 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbrachten 10.525 Stunden, um mit den Anrufern zu sprechen. Die Telefonseelsorge ist das ganze Jahr über rund um die Uhr besetzt, kostenlos und anonym.
Die häufigsten Themen waren laut dem jetzt erschienenen Jahresbericht 2012 psychische Probleme, Beziehungsprobleme, Einsamkeit, Sucht, materielle Fragen und Gewalt. Neben der klassischen Telefonseelsorge 142 können Ratsuchende auch online mit den gut ausgebildeten Mitarbeitern unter www.onlineberatung-telefonseelsorge.at kommunizieren. Für die junge Generation bietet die Telefonseelsorge die kidsline, wo speziell geschulte Mitarbeiter von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr erreichbar sind. Die meisten Kinder und Jugendlichen rufen wegen Probleme in der Familie, Mobbing in Schule oder weil der Wunsch nach Kommunikation gegeben ist.

Die Telefonseelsorge bietet ihrem Team eine hochqualitative Schulung.

Bischof Küng: Erleichterung über echtes Gegenüber

Bischof Klaus Küng würdigt die Telefonseelsorge: "Es gibt wenige Dienste, die in unserer Gesellschaft der Vereinsamung und der Kommunikationslosigkeit so dringend nötig sind wie die Telefonseelsorge. Viele Menschen haben einfach niemanden, mit dem sie reden können, und sind dankbar, hier geduldige und liebevolle Gesprächspartner zu finden. Das weiß ich von den Stunden, die ich selber im Dienst dort verbringen durfte. Da war große Not zu spüren - und oft Erleichterung über ein echtes Gegenüber. Ein herzliches Vergelt's Gott an dieser Stelle an alle Mitarbeiter für die vielen unspektakulären und doch wichtigen Stunden für andere Menschen."

Lob von Landeshauptmann-Stv. Wolfgang Sobotka

Diesem Lob der Telefonseelsorge schließt sich auch Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka an: „Ich danke herzlich für die großartige Arbeit, die hier geleistet wird. Der Jahresbericht zeigt, mit wie viel persönlichem Einsatz und mit welcher fachlicher Kompetenz hier gearbeitet wird.“