Bischof beim Minitag 2019
Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Familien
Ferien-Kinderlager
Pilgern im Sommer
Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt
 
 

Zusammenlegung der Priesterseminare: „Schmerz und Hoffnung“

St. Pölten, 03.10.2012 (dsp) Die Zusammenlegung der Priesterseminare der Diözesen St. Pölten, Wien und Eisenstadt sei „einerseits ein schmerzhafter Stachel, andererseits hoffnungsvoller Neubeginn“, sagte Bischof Klaus Küng beim Gottesdienst zur Eröffnung des Studienjahres an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in St. Pölten. Die Eröffnung des Studienjahres fiel als „besonderes Zeichen“ mit der Vorstellung des Hirtenwortes zum „Jahr des Glaubens“ und der Eröffnung des gemeinsamen Priesterseminars in Wien zusammen. Deshalb werde die Messe „nicht in Nostalgie, sondern in besonderer Erwartung“ gefeiert, so Küng. Die Grundlagen von Berufungen seien immer in Taufe und Firmung zu finden, sagte der Bischof. Diese Grundlagen müssten jedoch in den christlichen Familien geweckt werden, Ein „Blick in die Dörfer“ genüge jedoch, um zu sehen, das die meisten Jugendlichen den Zugang zum Glauben nicht finden: „Woher sollen dann die Berufungen kommen?“, fragte Küng. Um Berufungen zu „ernten“, müsse „breit gesät werden“. „Jeder muss bei sich selbst anfangen, eine Erneuerung zu sein“, so Küng wörtlich.

Auch die Hochschule müsse auf die veränderten Bedingungen in einer fortschreitend säkularisierten Gesellschaft reagieren. Alle Studierenden seien „Hoffnungsträger für die Zukunft“. Jeder Einzelne könne ein „neuer Anfang für die Kirche der Zukunft“ sein, sagte Küng. Das „Jahr des Glaubens“ gebe dafür „breiten Rückenwind“.

Zurzeit gibt es 80 Studierende an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten, 15 davon haben in diesem Wintersemester neu inskribiert. Zum Priesterseminar St. Pölten gehören insgesamt 11 Kandidaten, 6 davon leben im neuen gemeinsamen Seminar in Wien, das insgesamt nun 32 Seminaristen beherbergt. Die übrigen Seminaristen studieren an anderen Orten wie etwa Heiligenkreuz oder Rom.