Überwältigendes Echo auf Gebetsaufruf

Wenige Tage vor dem Death-Metal-Festival „Extremefest“, das vom 5. bis 7. Juli in St. Pölten stattfindet, hat Bischof Klaus Küng Bilanz über den Verlauf seines Gebetsaufrufes gezogen. „Wir bekommen stündlich E-Mails aus unserer Diözese, aber auch der ganzen Welt. Gläubige, ganze Pfarren sowie Klöster auf allen 5 Kontinenten werden von Donnerstag bis Samstag für die Teilnehmer dieses Festivals beten.“ Unter anderem seien sogar Antworten aus Klöstern in Sri Lanka, Neuseeland und Malawi gekommen. Im Dom von St. Pölten wird am Freitag, den 6. Juli, bei der nächtlichen Anbetung in der Rosenkranzkapelle des Domes zwischen 18.30 Uhr und 7.00 Uhr früh besonders für das Anliegen gebetet.

Gebetsaufruf war Reaktion auf besorgte Anfragen von Gläubigen

Bischof Küng verwies darauf, dass die Gebetsaktion eine Reaktion auf zahllose Anrufe und Zuschriften an ihn von besorgten Gläubigen gewesen sei, und war besonders erfreut über die ausgewogenen Reaktionen der Veranstalter und „Death-Metallern“ auf seinen Aufruf. Das sei ein Zeichen, dass die „friedliche Absicht der Gebetsaktion richtig verstanden“ worden sei.

Küng wörtlich: „Mir ist natürlich klar, dass für viele der anwesenden Musiker und Fans die okkulten, Gewalt verherrlichenden und düsteren Texte und Bilder des Festivals `nur Show` sind. Ich weise aber zugleich darauf hin, dass diese für `Normalsterbliche` zutiefst abstoßend und verstörend wirken, wie zahllose Rückmeldungen beweisen. Darüber kann und soll man sich Gedanken machen.“

Schließlich erinnerte der St. Pöltener Bischof daran, dass die dämonischen Kräfte, auf die beim Death-Metal in Wort und Bild Bezug genommen würde, für den gläubigen Katholiken eine Entsprechung in der spirituellen Realität hätten und auch ein „spielerischer Umgang“ mit ihnen nie akzeptabel sein könne.