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Stärke der Caritas: global, lokal, konkret handeln

Die internationalen Partnerorganisationen der Caritas St. Pölten aus Albanien, Pakistan und Senegal kamen zu einem ausführlichen Gespräch ins Bildungshaus St. Hippolyt. Für Spender und Interessierte bestand erstmals die Möglichkeit, mit allen ProjektpartnerInnnen der Caritas direkt ins Gespräch zu kommen und sich über die Situation vor Ort in den Ländern zu informieren. Im Vorfeld des Caritas-Kongresses "Zukunft ohne Hunger" am 1. und 2. Juni in Wien dankten die Caritas-Vertreter für die Hilfe aus Österreich.
Weihbischof Anton Leichtfried sagte, „die große Stärke der Caritas ist es, aufgrund der weltweiten Verbreitung der Kirche global, lokal und konkret handeln zu können“. Es sei eine der schönsten christlichen Erfahrungen zu teilen und dies nehme die weltweit agierende Kirche schon seit dem Apostel Paulus ernst: „Wenn einer leidet, leiden alle. Wenn einer sich freut, freuen sich alle.“

„Wir wollen als Caritas, dass die Güter Gottes gerechter verteilt werden“, so St. Pöltens Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck. Er wolle erleben dürfen, dass eine Zukunft ohne Hunger Realität werde. Daher bemühe sich die kirchliche Hilfsorganisation unermüdlich, die Lebensumstände Notleidender zu verbessern und das Überleben zu sichern. Es gehe darum, die Würde aller Menschen als Ebenbild Gottes zu verwirklichen. So handle die Caritas auch im Auftrag der Gerechtigkeit Gottes.

In Länder-Gruppen konnten die zahlreiche interessierten Spender und Freunde der Caritas aktuelle Probleme wie zum Beispiel die Hungerkrise in der Sahelzone weiter diskutieren und Abläufe von Projektarbeiten im Detail kennenlernen. Die Auslandshilfe der Caritas St. Pölten ist in Albanien, Senegal und Pakistan für die Umsetzung von Entwicklungsprojekten der Caritas Österreich verantwortlich. Sie sieht sich als Schnittstelle zwischen Spendern und den projektumsetzenden Partnerorganisationen in diesen Ländern verantwortlich, die Menschen in Not zu erreichen und zur erfolgreichen Bekämpfung von Armut und Hunger beizutragen.

Solidarität kennt keine Landesgrenzen

Solidarität ende nicht an den Landesgrenzen. Diesen Grundsatz lebe die Caritas St. Pölten seit Jahrzehnten. Mit Mitteln der Niederösterreicher konnte tausenden Menschen in den Partnerländern geholfen werden. Aufgrund der medialen Berichterstattung bei Katastrophen könne die Caritas schnell helfen, da schnell und viel gespendet würde. Schwieriger sei die langfristige Arbeit. Durch SpenderInnen sowie kirchliche und öffentliche Geldgeber werden jährlich über eine Million Euro umgesetzt.

Die Arbeit in den Schwerpunktländern ist unterschiedlich: Senegal könne sich gut selbst helfen, wenn es regnet. Allerdings gab es in den letzten Jahren lange Dürrephasen, so konzentriert sich die Zusammenarbeit dort auf die Fertigung von Wasserpumpen, auf Brunnenbau und Bewässerungsprojekte. In Pakistan dagegen gab es in den letzten Jahren schwere Erdbeben sowie Überschwemmungen. Daher hilft die Caritas der Diözese St. Pölten dort stark beim Wiederaufbau, bei der Ernährungssicherung und bei der Schulung von Bauern. In Albanien müsse die Caritas die Armut bekämpfen, die durch den Kommunismus nachwirke. Die katholische Hilfsorganisation helfe jedem: egal welcher Ethnie oder Religion Notleidende angehören. Für die professionelle Arbeit werde die Caritas sehr geschätzt, sie ist die derzeit größte Nichtregierungsorganisation, die Katastrophenhilfe leistet. Unterstützung kommt vor allem für die Bereiche der Betreuung von Menschen mit Behinderung, Straßenkinderzentren und für Frauenprojekte.

Linktipp: Caritas Diözese St. Pölten

Bild: Treffen der internationalen Partnerorganisationen der Caritas St. Pölten mit VertreterInnen aus Senegal, Pakistan und Albanien: Caritas Direktor Friedrich Schuhböck, Weihbischof Anton Leichtfried, Caritas Auslandshilfeleiter Lukas Steinwendtner, Annamaria Bokor (Caritas Auslandshilfe), Magdalena Niklas (Caritas Auslandshilfe), Beate Schneider (Caritas Bereichsleiterin für Menschen in Not) mit den Gästen aus Senegal: Abbé Ambroise Tine (Generalsekretär Caritas Senegal), Pierre Diatta (Caritas Direktor Diözese Kolda), Abbé Bertin Sagna (Caritas Direktor Diözese Tambacounda), Abbé Fulgence Coly (Caritas Direktor Diözese Ziguinchor) Albanien: Dr. Albert Nikolla (Direktor Caritas Albanien), Elona Memetaj (Caritas Albanien), Arjel Trajani (SHKEJ), Fabiola Laço-Egro (Useful for Albanien Women), Rovena Muzhaqi (Useful for Albanien Women), Flora Hilaj (CID) Pakistan: Amjad Gulzar (Generalsekretär Caritas Pakistan), Christina Peter (Award), Javaid William (Faces), Elaine Alam (Faces)