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St. Pöltner Kolping-Haus feierte Wiederöffnung

St. Pölten, 21.11.12 (dsp) Diözsanbischof Klaus Küng segnete bei einem Festakt das Kolping-Haus in St. Pölten, das über ein Jahr generalsaniert wurde und jetzt Wohnplatz für 179 Jugendliche bietet. Damit können auch jene eine Schule in der Landeshauptstadt besuchen, die in entlegeneren niederösterreichischen Gegenden wohnen oder sich auf einem bestimmten Gebiet spezialisieren wollen.

Bischof Küng: Vieles an Kolping bleibt weiter gültig

Der St. Pöltner Bischof zeigte sich „beeindruckt über das Renovierungsergebnis, obwohl der Weg dorthin nicht immer einfach gewesen ist“. Er würdigte auch die Rücksicht der Kolping-Familie auf die veränderten Gegebenheiten, da die Gesellschaft von heute nicht mehr jene des 19. Jahrhunderts sei. Vieles bliebe aber von Bedeutung: etwa der familiäre Aspekt – dieser Wert wurde sowohl damals als auch heute gelebt und gelehrt. Der große Gedanke Adolf Kolpings (1813-1865) "Religion und Arbeit sind der goldene Boden" habe heute noch genauso Gültigkeit.

Landtagspräsident Heuras: Kolping-Idee war nachhaltig

Auch aus Sicht von Landtagspräsident Johann Heuras ist die Kolping-Idee von Nachhaltigkeit. Viele hätten aufgrund des Elends im 19. Jahrhundert Antworten auf die sozialen Probleme gesucht. Adolf Kolping wirke mit seinen Häusern, die Bildung ermöglichen, aber bis heute nach. Dieses Haus gebe allen Jugendlichen im Schulzentrum St. Pölten die Chance, jene Ausbildung zu erhalten, die die einzelnen Jugendlichen wollen. Heuras lobte weiters den Gemeinschaftsaspekt, die Förderung der sozialen Kompetenz sowie die Persönlichkeitsbildung, die in diesem Haus stattfinde.

Bürgermeister Stadler: Nicht mehr aus St. Pölten wegzudenken

Für St. Pöltens Bürgermeister Matthias ist das Kolping-Haus aus St. Pölten „nicht mehr wegzudenken“. Kolping sei ein „starker Partner“. Gerade angesichts der vermehrten Studierenden- und Schülerzahl sei zeitgemäßes Wohnen ein zentrales Anliegen für die Stadt. Nun sei das renovierte Gebäude „heller und äußerst freundlich gestaltet“, zeigte sich Stadler begeistert.

Kolping-Präses Reisenhofer: Kolping gab Hoffnung

Der Präses der St. Pöltner Kolping-Familie, Dechant Wolfgang Reisenhofer, dankte „den zahlreichen Unterstützern dieses Projekts“: von den Projektplanern bis hin zu den Geldgebern. Präses Reisenhofer zeichnete die Geschichte des Kolping-Gedankens nach: Adolf Kolping, der 1991 seliggesprochen wurde, wollte mit seinen Projekten den Handwerkern und Arbeitern Halt im Leben geben – wie eine Familie. Entsetzt von den menschenunwürdigen Arbeits- und Wohnideen gründete der Priester Vereine, um den unter sklavenähnlichen Bedingungen Arbeitenden Hoffnung zu geben. Seine „Kolpinghäuser sind Lebensräume für jugendliche Menschen“. Sie werden darin in vier Bereichen zur Tüchtigkeit erzogen: positives Familienleben, Einsatz im Beruf, Engagement für die ganze Gesellschaft und christliches Leben im Sinne Jesu.

Bild 1: Schüler-Vertreter, Kolping-Präses Wolfgang Reisenhofer, Bürgermeister Matthias Stadler, Bischof Klaus Küng, Landtagspräsident Johann Heuras ua.
Bild 2: Festakt ua. mit Bürgermeister Matthias Stadler, Landtagspräsident Johann Heuras, Bischof Klaus Küng und Kolping-Präses Wolfgang Reisenhofer.
Bild 3: Bischof Klaus Küng segnete die neuen Räumlichkeiten.