Nikolaus
 
 

Pfarre Mank gewinnt Umweltpreis der Diözese St. Pölten

St. Pölten, 05.12.2012 (dsp) Die Pfarre Mank bekommt heuer den Umweltpreis der Diözese St. Pölten, der für schöpfungsfreundlich gestaltete Pfarrfeste vergeben wird. Bei einem Festakt im niederösterreichischen Landhaus in St. Pölten mit Bischof Klaus Küng, KA-Präsident Armin Haiderer und Umweltlandesrat Stephan Pernkopf begründeten die Juroren die Vergabe mit den umfangreichen Bemühungen, die die Pfarre aus dem Bezirk für den Umweltschutz setzten.
Die Manker hinterlassen bei ihren Feiern kaum Müll, kaufen das meiste aus der Region und erwerben fast nur Bio-Produkte. Die Juroren zeigten sich auch beeindruckt, dass der Umweltgedanke bei allen Veranstaltungen und Festen der Pfarre zum Ausdruck kommt. Auch den Kindern wird Gottes Schöpfung nahegebracht: mit einem Umwelt-Kasperltheater. Platz 2 ging an die Pfarre St. Pölten Maria Lourdes und Platz 3 an die Pfarre Horn. Außerdem wurden heuer erstmals Sonderpreise für außerordentliche Initiativen an Einrichtungen kirchliche Einrichtungen der Diözesen Wien und St. Pölten vergeben.

Bischof Küng: Schöpfungsfreundlich leben ist Frage der Nächstenliebe

Bischof Küng zeigte sich sowohl über die Initiative des Umweltpreises erfreut als auch über das „tolle Engagement der vielen Menschen in der Pfarren für die Schöpfung“. Aus Sicht des St. Pöltner Bischofs bedeute schöpfungsfreundlich zu feiern und zu leben, dass man Verantwortung gegenüber der Natur und den Mitmenschen übernehme. Hier sei in der Kirche in den letzten Jahren viel geschehen. Er hoffe, dass dieser Umweltpreis Früchte trägt. Es komme auf den Einzelnen an, jeder könne bewusste Akzente setzen. Schöpfungsfreundlich zu leben, sei jedenfalls auch eine Frage der Nächstenliebe und der Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen geschuldet.

Umweltlandesrat Pernkopf: Jede/r kann zum Umweltschutz beitragen

Auch Umweltlandesrat Stephan Pernkopf stellte fest, dass wenn jeder und jede Einzelne kleine Maßnahmen ergreift, durch die Gemeinschaft ein großer Beitrag zur Schonung der Natur entsteht. Die Kirche sei eines solche Gemeinschaft, die sich für den Umweltschutz einsetzt. Neben den mit viel Liebe aufbereiteten Pfarrfesten waren es viele weitere Initiativen: Aktionen wie das „Autofasten“ und „Wir radeln in die Kirche“, bewusstseinsbildende Vorträge und Diskussionen, Gottesdienste mit dem Schwerpunkt Umwelt oder das Heizen der Pfarrhöfe mit nachwachsenden Rohstoffen. Ziel des Umweltpreises sei es, „umweltbewusste Gläubige zu bestärken und sich gegenseitig zu inspirieren“.

KA-Präsident Haiderer: Umweltgedanke soll in Alltag einfließen

In vielen Pfarren wird schon seit Jahren auf Müllreduzierung gesetzt sowie auf regionalen Einkauf und Mehrweggeschirr geachtet. Mit dem Umweltpreis will die Katholische Aktion (KA) dieses Bewusstsein stärken und den Gedanken der Bewahrung der Schöpfung stärker in den Vordergrund rücken. Der St. Pöltner KA-Präsident Armin Haiderer freut sich: Dutzende Pfarren feiern schon schöpfungsfreundliche Feste, es werden immer mehr. Haiderer weiter: „Eine Pfarre hat uns zum Beispiel mitgeteilt, dass sie jetzt nur mehr ein Zehntel Abfall produziert.“ Ein weiteres Kriterium sind die Lebensmittel: Wurden sie regional beschafft? Sind sie bio? Wie sieht es mit dem Prinzip des fairen Handels aus? Entscheidend für die Beurteilung ist der Gesamteindruck – so etwa, ob beim Gottesdienst auf die Umweltthematik eingegangen wurde oder ob es Workshops beim Pfarrfest gibt. So wolle die Diözese sensibilisieren, damit der Gedanke der Nachhaltigkeit auch in den Alltag einfließt.

Haiderer verwies auf die große Bandbreite des Engagements: „Das reicht vom Anzapfen himmlischer Energie, über Heizen mittels nachwachsender Rohstoffe, Bewusstseinsbildung durch Vorträge, Diskussionen und speziell gestaltete Gottesdienste, alle Formen von Energiesparen, ressourcenschonendes Gestalten des Pfarrfestes, bis hin zur Herstellung eigenen Mosts.“ Außerdem sei das Thema Umwelt in der Jugendarbeit der Pfarren sehr wichtig.

Diözesanjugendseelsorger Pirkner: Christ sein heißt auch schöpfungsfreundlich zu handeln

Der Wiener Diözesanjugendseelsorger Werner Pirkner freute sich in einem Statement, dass „schöpfungsfreundliches Handeln in der Kirche und bei Jugendlichen viele Kreise zieht“. Wer Christentum praktiziere, müsse auch praktisch im Sinne der Umwelt handeln. Der Umweltgedanke sei „ansteckend“: Mehr und mehr Menschen würden sich aus dem Glauben heraus für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen.

Neben Pernkopf, Küng und Haiderer nahmen auch der St. Pöltner Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, der Wiener Bischofsvikar Msgr. Rupert Stadler, der Wiener Diözesanjugendseelsorger Werner Pirkner oder Sepp Winklmayr, Direktor der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten, teil.

Unterstützt wurde der Umweltpreis von: Land Niederösterreich, Initiative "So schmeckt NÖ"; Bio Austria NÖ und Wien; Qualitätsprogramm Gutes vom Bauernhof; Weltladen St. Pölten; NÖ Abfallwirtschaftsverein; Die Umweltberatung NÖ.

Die heurigen Preisträger:
1. Pfarre Mank
2. Pfarre St. Pölten Maria Lourdes
3. Pfarre Horn

Sonderpreise Diözese St. Pölten:
Böhlerwerk
St. Christophen
Kirchliches Jugendhaus Schacherhof (Seitenstetten)

Sonderpreise ED Wien:
Pfarre Obersdorf
Pfarre Lanzenkirchen
Jugend am Hof (Grametschlag)

Foto 1: Bischof Klaus Küng, Umweltlandesrat Stephan Pernkopf und Armin Haiderer, Präsident der Katholischen Aktion gratulieren der Pfarre Mank zu Platz 1 beim diözesanen Umweltpreis. Die Delegation rund um Pfarrer und Dechant Wolfgang Reisenhofer freute sich über die Auszeichnung für das umweltfreundlich gestaltete Pfarrfest.
Foto 2: Bild mit Vertretern der Siegerpfarren Mank, St. Pölten Maria Lourdes und Horn sowie mit Bischof Klaus Küng, Umweltlandesrat Stephan Pernkopf, KA-Präsident Armin Haiderer und KA-Generalsekretär Axel Isenbart.
Foto 3: Bild mit den Gewinnern der Sonderpreise: Seitenstettner Jugendhaus Schacherhof, Pfarre St. Christophen und Pfarre Böhlerwerk.
Foto 4: Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, Wiener Diözesanjugendseelsorger Werner Pirkner, Bischofsvikar Rupert Stadler, Bischof Klaus Küng, Umweltlandesrat Stephan Pernkopf.
Foto 5: Bischof Klaus Küng verwies auf die kirchliche Umweltarbeit.