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Osterglaube „kein Trostpflaster“

„Österlicher Glaube beruht auf der Überzeugung, dass Jesus Sieger über den Tod ist, weil er durch seine unendliche Liebe die Macht des Bösen gebrochen hat“, sagte Bischof Klaus Küng in seiner Osterpredigt im Dom zu St. Pölten. Dieser Glaube sei jedoch nicht bloß ein „Trostpflaster“, mit dem Probleme überdeckt werden könnten.
Predigt im Wortlaut
Da Gott immer unsere Freiheit respektiere, werde „niemand vom Geist Gottes verwandelt, wenn er nicht von einem echten Wunsch nach einer solchen Verwandlung erfüllt ist“. Österlicher Glaube bedeute, davon überzeugt zu sein, dass Christus „den großen Kampf gekämpft und gesiegt hat, jedoch niemand bleibt der Kampf erspart“, betonte der Bischof. Als Christen dürften wir jedoch zuversichtlich sein, „weil Christus gesiegt hat, lebt und uns beisteht“.

Auch der Kirche bleibe dieser Kampf nicht erspart. Sie unterliege nicht bloß einem gewissen Auf und Ab so Küng, es sei auch vorgekommen, dass sogar blühende Gemeinden durch bestimmte Umstände, Verfolgungen und Kriege fast ganz verschwunden seien, etwa im Vorderen Orient, in Japan oder China. Derzeit erlebten wir bei uns gesellschaftliche und kirchliche Umwälzungen, die „noch nicht bewältigt“ seien. Es sei „eine gründliche Reform nötig“, wie Küng betonte. Doch dürften wir hoffen, da der Auferstandene in der Kirche als Gemeinschaft und im einzelnen Gläubigen durch das Wirken des Heiligen Geistes gegenwärtig sei.

Predigt im Wortlaut