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"Nacht der 1000 Lichter"

Wer dem kommerziellen Halloween-Rummel entgehen will und sich vor Allerheiligen ernsthaft mit Tod, Trauer und Leben beschäftigen will, für den bietet die Katholische Jugend die „Nacht der 1000 Lichter“. An sechs Orten der Diözese St. Pölten haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene am 31. Oktober die Möglichkeit, sich Zeit zu schenken, zum Nachdenken, Meditieren und Beten.
Zahlreiche freiwillig engagierte Jugendliche und Erwachsene gestalten in der Nacht auf Allerheiligen einen Lichterweg durch ihre Pfarrkirche.

Vorfreude in Pfarren

Aufgrund des großen Anklangs im vergangenen Jahr mache auch die Pfarre Gföhl heuer wieder mit, erklärt Pastoralassistent Johann Wimmer. 2011 seien die Menschen Schlange gestanden, um die sieben Stationen des Lichtweges zu beschreiten – daher wurde heuer die Veranstaltungszeit verlängert. „Die Menschen sind eingeladen durch die Kirche zu gehen, zu meditieren, inne zu halten, zu beten ...“ Wimmer versteht die bisher erfolgreiche Aktion, die in seiner Pfarre von der Katholischen Jungschar organisiert wird, auch als "1000 Lichter statt Halloween …" Denn: Halloween passe nicht wirklich ins Waldviertel, vielmehr gebe es zu dieser Zeit das Bedürfnis der Toten zu gedenken. Und er betont: „Die 'Nacht der 1000 Lichter' hat im vergangenen Jahr viele Menschen angesprochen, die man sonst nicht in der Kirche sieht.“

Große Vorfreude und Interesse an der „Nacht der 1000 Lichter“ gebe es auch in Eggenburg, erzählt Pastoralassistentin Bernadette Gundinger. Es soll eine ruhige Einstimmung auf Allerseelen sein, „eine Alternative zum lauten Halloween“. Ausgehend von den 12 Aposteln (mit Lichtern an einer Säule – tragendes Fundament – dargestellt) werden die Lichter pro Station immer verdoppelt – nach dem Gedanken „Licht breitet sich aus“. „Unser Gedanke dazu ist, das Licht der Apostel zu vermehren. Wir laden ein, an verschiedenen Stationen mit Bibelstellen und Meditationstexten innezuhalten, zur Ruhe zu kommen, nachzudenken oder ein Gebet zu sprechen“, so Gundinger.

Die Idee dahinter

Die "Nacht der 1000 Lichter" ist eine Aktion der Katholischen Jugend und ging im Jahr 2005 in Österreich von der Diözese Innsbruck aus. Sie beruht auf einer einfachen Idee: In der meditativen Stimmung kerzenerleuchteter Kirchenräume können junge und ältere Gläubige je nach ihren Bedürfnissen ruhig werden, nachdenken oder beten. An eigens gestalteten Stationen erhalten sie dazu Anregungen, sich auf diese Weise auf das Fest Allerheiligen einzustimmen. Die Nacht der 1000 Lichter lebt dabei einerseits von der Wirkung des Raumes – unterstützt durch die vielen Kerzen – und andererseits von den Impulsen bei den unterschiedlichen Stationen. Inspiriert ist zum 6. Mal durchgeführte "Nacht der 1000 Lichter" von der Lichtfeier der Ökumenischen Gemeinschaft von Taize in Frankreich.

Wo:
- Pfarre Bad Traunstein, 19:00–22:00 Uhr
- Pfarre Gföhl, 17:00–22:00 Uhr
- Jugendhaus Stift Göttweig, 18:00–23:00 Uhr
- Pfarre Eggenburg, Treffpunkt für Jugendliche um 16:30 Uhr im K-Haus
- Dompfarre St. Pölten, 20:00–23:30 Uhr
- Pfarre St. Martin/Ybbsfelde, 20:00–22:00 Uhr

Infos: Nacht der 1000 Lichter

Fotos: © Nacht der 1000 Lichter, © Jugendhaus Stift Göttweig, © 3x Eggenburg