Kirche feiert den großen Jugendseelsorger Don Bosco

Seit dem Wirken Johannes Boscos (1815-1888) sind die 16.300 Salesianer Don Boscos ihrem Auftrag treu geblieben: Sie tragen dazu bei, damit das Leben junger Menschen gelingt. Am 31. Jänner ist der Gedenktag des großen Priesters und Seelsorgers, Sozialarbeiters und Ordensgründers. Bereits am kommenden Sonntag feiert die Don Bosco-Pfarre Amstetten Herz Jesu um 9:30 Uhr einen Festgottesdienst.
„Don Bosco gab arbeitslosen und sozial entwurzelten Jugendlichen in seinem Jugendzentrum in der italienischen Industriemetropole Turin Heimat, er war ihnen Vater und Lehrer. Mit seiner Volksnähe schuf er einen neuen Priesterstil“, berichtet P. Hans Schwarzl, Pfarrer der Salesianer-Pfarre in Amstetten. Vielfach sei der italienische Priester seiner Zeit weit voraus gewesen. So habe er es als zentrale Aufgabe gesehen, mit den Stärken und Talenten der Jugendlichen zu arbeiten. Für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen betrachtete er vier Elemente als wesentlich: Geborgenheit, Freizeit, Bildung und Glaube. Die Umgebung Don Boscos war somit Heimat und Lebensschule. Don Bosco war einer der ersten Heiligen, der fotografiert wurde. Wichtigere Gründe für seine enorme Popularität sind aber neben seinem authentischen und fröhlichen Wirken die vielen überlieferten Anekdoten und Zitate: „Zerbrochene Fensterscheiben sind mir lieber als gebrochene Herzen.“

Engagement als Streeworker

In den Entwicklungsländern sei die Aufgabe des Ordens gleich geblieben. Die Salesianer Don Boscos engagieren sich als Streetworker in Elendsgebieten oder führen Kindersoldaten oder Prostituierte wieder zurück ins Leben. In Österreich kümmert sich die Ordensgemeinschaft vor allem um Jugendliche aus ärmeren Schichten. Nach wie gebe es viele Herausforderungen „und wir tun in der Jugendarbeit das, was die Umstände der Zeit erfordern“, so P. Hans. Außerdem wollen die Salesianer das „Gesicht einer jungen Kirche vermitteln – immer mit dem Vertrauen auf die Liebe Gottes“. Der Amstettner Pfarrer kündigt an, dass sich an Don Bosco Interessierte ab 31. Jänner auf der neu überarbeiteten Website www.donbosco.at informieren können.

Zählt zu weltweit größten Orden

Don Bosco bildete Mitarbeiter aus und gründete die Ordensgemeinschaft der Salesianer, dem rund 16.300 Männer angehören. Gemeinsam mit der heiligen Maria Mazzarello (1837-1881) folgte die Gründung der Don Bosco Schwestern, diese Gemeinschaft ist heute der weltweit größte Frauenorden. Aus seinen „externen Salesianern“ formt er die Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiter, die in ihrem normalen Umfeld in seinem Geist leben und arbeiten und viele Millionen Kindern und Jugendliche in 130 Ländern vielfältigst unterstützen. Am 31. Jänner 1888 starb Johannes Bosco. Er wurde am 1. April 1934 heilig gesprochen und wird weltweit als Schutzpatron der Jugend verehrt.

"Tag der Straßenkinder"

Das Hilfswerk der Salesianer Don Boscos, "Jugend Eine Welt", setzt am Todestag des Heiligen traditionell ein Zeichen für die Situation von Straßenkindern und bittet um Spenden für Hilfsprojekte. Im Zuge des "Tags der Straßenkinder 2012" wird besonderes Augenmerk auf die Situation der Kinder in Indien gelegt. Dort erhalten Kinder in Don-Bosco-Zentren "jene Zuwendung, die sie benötigen, um eine Schul- und Berufsausbildung absolvieren zu können".

Foto: Salesianer Don Boscos