Katholische Männerbewegung lud zum Waldviertler Bauerntag

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) war thematischer Schwerpunkt des traditionellen Waldviertler Bauerntages am Aschermittwoch im Bildungshaus Stift Zwettl. Dazu hat die Katholische Männerbewegung der Diözese St. Pölten geladen. Zeitzeuge Diakon Max Angermann erzählte dabei zahlreiche Hintergrundinformationen und Anekdoten. Sein Hauptgesprächspartner war damals Kardinal Franz König.
Angermann verwies dabei auf die Bedeutung der Kirche: „Die Menschen haben Sehnsucht nach dem Mystischen, fragen nach den letzten Dingen, nach dem Sinn ihres Lebens. In Zeiten der Unsicherheit, der Entscheidungen haben wir viele Suchende, die als ‚wanderndes Volk Gottes auf dem Weg durch die Zeiten' sich nach Begleitung sehnen.“

Am Nachmittag berichtete Agrarexperte Wolfgang Scholz aus Steinakirchen von seiner UNO-Mission in Nordkorea. Ziel war 2004 bis 2006 die Errichtung einer modernen Ziegenmilch-Verarbeitungseinheit mittels der die Produkte länger haltbar bleiben. Scholz schilderte erzählte aber auch, mit welchen Gegebenheiten er vor Ort konfrontiert wurde. So gab es zeitweise keinen Strom und Leitungswasser und der Zustand des Straßennetzes machte arbeitstechnisch Probleme, weil die Kühlkette teilweise nicht eingehalten werden konnte. Aber: privaten Autoverkehr gibt es in dem streng abgeschirmten Land ohnehin nicht. Scholz konnte keinen Kontakt zu Einheimischen aufnehmen – darauf passte sein vom Politbüro abgestellte „Begleiter“ auf.

Den Gottesdienst des Waldviertler Bauerntages zelebrierte Richard Jindra, Pfarrer in Heiligeneich, wobei auch das Aschenkreuz gespendet wurde.

Der Mostviertler Bauerntag am 10. März im Stift Seitenstetten beschäftigt sich ebenfalls mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil sowie mit dem Thema „Wege aus der Krise: Demokratische Bank und Gemeinwohl-Ökonomie.“

Fotos:
Foto 1: Diakon Max Angermann bei seinem Vortrag.
Foto 2: Referent Wolfgang Scholz.