Katholische Männerbewegung lud zum Mostviertler Bauerntag

Auf großes Interesse stießen die beiden Themen beim diesjährigen Mostviertler Bauerntag der Katholischen Männerbewegung (KMB) der Diözese St. Pölten kürzlich im Stift Seitenstetten. Diakon Max Auermann referierte über das Zweite Vatikanische Konzil und Christian Felber über „So retten wir den Euro“.


Das Impulsreferat gestaltete Diakon Angermann aus Wien. Angermann verwies dabei auf die Bedeutung der Kirche: „Die Menschen haben Sehnsucht nach dem Mystischen, fragen nach den letzten Dingen, nach dem Sinn ihres Lebens. In Zeiten der Unsicherheit, der Entscheidungen haben wir viele Suchende, die als ‚wanderndes Volk Gottes auf dem Weg durch die Zeiten' sich nach Begleitung sehnen.“

Am Nachmittag referierte Univ.-Lektor Christian Felber zum Thema „So retten wir den Euro“. Besonders kritisch wies Felber darauf hin, dass es noch kein völkerrechtliches Insolvenzrecht für Staaten gebe. Im aktuellen Fall Griechenland seien die Gläubiger gleichzeitig dir Richter, das könne nicht sein. Besonders scharf ging er auf den freien Kapitalverkehr ein: „Freies Kapital, also quasi Giftmüll, kann ungehindert in die EU kommen.“ Bei Personen würde sehr wohl ganz streng kontrolliert. Die logische Konsequenz müsse eine Finanzmarktaufsicht seitens der EU sein. Felber informierte anschließend noch über die Projekte „Demokratische Bank“ und „Gemeinwohl-Ökonomie“.

Bild 1: Reinhard Leeb (Weistrach),KMB-Geistlicher Assistent Richard Jindra, Landtagsabgeordneter und Moderator Andreas Pum, Referent Christian Felber, Ulrike Rath (Seitenstetten), Dekanats-Männerseelsorger Diakon Josef Muhr, KMB-Diözesansekretär Michael Scholz.

Bild 2: Christian Felber nahm vor zahlreichen ZuhörerInnen kritisch zur derzeitigen Euro-Krise Stellung.