Herzogenburg: Rauchfangkehrer und Feuerwehr feiern Florianimesse

Zu Ehren des populären Volksheiligen Florian feierten die Landesinnung der NÖ-Rauchfangkehrer sowie zahlreiche Feuerwehrleute mit Propst Maximilian Fürnsinn im Stift Herzogenburg die traditionelle Florianimesse. Der Vorsteher des Augustiner-Chorherrenstifts erinnerte angesichts des Märtyrertods des Heiligen, der am 4. Mai 304 für seinen Glauben getötet wurde, an die zigtausenden Christen, die heute weltweit aufgrund ihres Bekenntnisses sterben müssten.


Der heilige Florian erfahre zu recht breite Verehrung, werde aber auch oft geradezu „verniedlicht“ - etwa als „Feuerwehr-Maskottchen“. Dabei sei er eine kräftige und starke Persönlichkeit gewesen und habe heute noch wichtige Botschaften zu sagen. Von der Liebe zu Christus geprägt, habe er damit auch seine Karriere als hoher römischer Beamte vertan und wurde vermutlich ins heutige St. Pölten verbannt. Denn der Heilige „folgte in seiner heidnischen Umwelt der Spur Jesu nach und er war begeistert für Gott“. Im Zuge einer brutalen Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian wollte Florian einer Gruppe von Christen trotz Reiseverbot im heutigen Lorch beistehen, wurde aber selbst verhaftet und getötet.

Propst Fürnsinn: „Für den Heiligen Florian war der Glaube also keine Privatsache, für ihn gehörten Glaube und Beruf zusammen.“ Der Märtyrer setzte sein Leben für andere Menschen ein, um sie zu stützen. Der Schutzpatron der Rauchfangkehrer und Feuerwehrleute wolle uns auch heute sagen, dass Christsein bedeute, Zeugnis abzulegen und dass das Bekenntnis dazugehöre. Aus der Überzeugung des Glaubens heraus, sollten auch heute die Menschen in der Gesellschaft wirken, so Fürnsinn.

So wie einst Christen verfolgt und getötet wurden, sei die Kirche auch heute wieder „eine Kirche der Märtyrer“ geworden. Zwar nicht bei uns, aber weltweit würden laut Statistik jährlich bis zu 250.000 Christen für ihren Glauben getötet. Dieses Blut der Märtyrer sei aber der Samen dafür, dass die Zahl der Christen weiter wachse. Der heilige Florian würde heute auch uns fragen: „Wie steht es um unseren Glauben, haben wir den Mut vor anderen Zeugnis abzulegen?“

Nach dem Gottesdienst und dem anschließenden Festzug durch die Stadt Herzogenburg betonte Landesrätin Petra Bohuslav bei einem Festakt die Wandlung des Berufsbildes der Rauchfangkehrer. Sie stünden zwar wie die Feuerwehrer noch immer für den Schutz vor Feuer, seien aber mittlerweile auch Energieberater und geben Umweltipps. Die Rauchfangkehrer seien ein wichtiger Partner für den guten Umgang mit Ressourcen und stünden für Nachhaltigkeit.

Bild 1: Feuerwehrer, Landesrätin Petra Bohuslav, Propst Maximilian Fürnsinn, Rauchfangkehrer.

Bild 2: Feuerwehrer und Rauchfangkehrer feiern ihren Schutzpatron.

Bild 3: Festzug durch die Stadt Herzogenburg.

Bild 4: Gottesdienst in der Stiftskirche.

Bild 5: Vertreter der Rauchfangkehrerinnung lesen Fürbitten.