Glaubensweitergabe damals und heute

St. Pölten, 15.10.2012 (dsp) „Glaubensweitergabe ist ein Thema von höchster Aktualität“, sagt Rektor Josef Kreiml zur aktuellen Neuerscheinung in der Schriftenreihe der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Pölten. Wurde das Thema bisher vor allem in der Pastoraltheologie und Religionspädagogik aufgegriffen, so bietet Jeremia Josef Mayr in seiner nun publizierten Diplomarbeit „Glaubensweitergabe in paulinischen Gemeinden“ eine „wichtige Ergänzung vonseiten der Exegese“. Der Autor studierte in Graz Theologie und Französisch und ist zurzeit Novize im Prämonstratenser-Chorherrenstift Schlägl (OÖ).
Glaubensweitergabe könne sich „nicht anders als im täglichen Leben“ vollziehen, schreibt Mayr im zusammenfassenden Kapitel seiner Schrift, weil der Glaube dieses durchdringe. Dadurch müsse sich die Glaubensweitergabe auch „in Problemen bewähren“ und Schwachstellen würden sichtbar werden. Insofern könnten die paulinischen Gemeinden auch ein gutes Beispiel für die heutige Zeit sein.
Glaubensweitergabe betreffe Menschen nicht nur äußerlich, so Mayr, denn „letztlich geben Glaubende nicht allein ihren Glauben, sondern damit immer auch ein Stück von sich selbst weiter“. Auch seien stets alle Glaubenden Subjekte der Weitergabe, niemand könne bloß Objekt sein. Das bedeute, dass „niemand nur weitergibt und niemand nur empfängt“.

Die Neuerscheinung ist bereits der 4. Band in der Schriftenreihe der Hochschule und ist im Verlag Friedrich Pustet erschienen. Der Band ist in österreichischen Buchhandlungen um 20,60 Euro erhältlich (ISBN 978-3-7917-2466-9).

Philosophisch-Theologische Hochschule St. Pölten