Geschichten oder Frohe Botschaft?

St. Pölten, 12.11.2012 (dsp) „Frohe Botschaft UND Geschichten, die das Leben spiegeln!“ Dass sich hohe Theologie sehr wohl in einfachen, alltagstauglichen Erfahrungen vermitteln lässt, davon ist Willi Hoffsümmer, Buchautor und Pfarrvikar in der Nähe von Köln, überzeugt. Seine religionspädagogischen Veröffentlichungen, darunter mehr als 115 Bücher, sind in einer Gesamtauflage von 1,300.000 erschienen und enthalten eine Fülle an praktischen Beispielen und Ratschlägen. In seinem Hauptreferat betonte Willi Hoffsümmer, dass jeder, der aus dem Glauben heraus spricht, nie nach dem IQ oder dem Schulabschluss seiner Zuhörer fragen dürfe, sondern nach der jeweiligen Lebenssituation. Jesus selbst habe elementare Erfahrungen in Geschichten aus der Alltagswelt seiner Zuhörer gekleidet. Eine Predigt solle immer Elemente für jede Altersgruppe beinhalten, damit alle Zuhörer angesprochen werden könnten. Wenn sie Geschichten und Symbole enthalte, berühre sie das Herz der Menschen schneller, werde besser behalten, gerne weitererzählt und werde so zum „Brot für die Woche“. Hoffsümmer bedauerte den Verlust des „Zuhören-Könnens“ sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen. Dennoch ermunterte er die Teilnehmenden, immer wieder Geschichten zu erzählen.

Am Nachmittag konnten die rund 200 Teilnehmenden aus 16 Workshops wählen: Von „In Geschichten das Leben Spiegeln, „Kisi-Kids-Lieder“, „Sonntage der Adventzeit besonders gestalten“, „Kindern den Glauben erzählend verkünden“, „Jugendgotteslob“, „Jugendgottesdienste“ bis hin zu „Bibel – ein Tagebuch voll Leben“.

Mag. Angelika Widrich

Foto: Ulrich Schilling