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„Die Menschheit will immer mehr Gott spielen“

„Die Menschheit will immer mehr Gott spielen“, warnte Bischofsvikar Helmut Prader in einem brandaktuellen Vortrag vor dem Hintergrund wachsender politischer Debatten zu künstlicher Befruchtung und anderen bioethischen Themen am 7. März im Pfarrsaal von Randegg. Von künstlicher Befruchtung über die umstrittene Präimplantationsdiagnostik (PID) bis zu Aspekten der Fruchtbarkeit in der heutigen Gesellschaft reichte das Panorama, das der Fachmann für Lebensschutz, Ehe und Familie spannte. Unfruchtbarkeit und Kinderwunsch nehmen in der heutigen Gesellschaft zu – geschätzte16 bis 20% der Paare könnten keine Kinder bekommen. Davon ausgehend beschrieb Prader den wachsenden Markt mit der künstlichen Befruchtung, der sogenannten In-Vitro-Fertilisation (IVF). Er zeigte die Möglichkeiten und die großen ethischen Gefahren der neuen Techniken auf – und die Folgen, welche die selektive PID haben wird. In Deutschland bereits zugelassen, sind diese Verfahren in Österreich noch beschränkt bzw. verboten. Jedoch wird der politische Druck größer, IVF sowie PID allgemein zuzulassen. Prader sprach sich dringend für eine Beibehaltung der Verbote aus, denn: „Jedem Menschen ist von der Empfängnis bis zum natürlichen Tode die Würde einer Person zuzuerkennen.“

Für alle, die ihr bioethisches Wissen tagesaktuell vertiefen wollen: Bischofsvikar Prader wird denselben Vortrag am 19. April um 19.30 Uhr in Persenbeug halten.