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Bischof Küng: Zukunft der Gesellschaft geht nur über die Familie

„Familien-Bischof“ Klaus Küng lobte die gute Atmosphäre unter den Teilnehmern des Weltfamilientreffens in Mailand. Besonders beeindruckt hätte ihn die Präsentation von „Studien über die Wichtigkeit für die Gesellschaft von Familien, die auf Basis einer dauerhaften Ehe ja zu Kindern sagen.“ Hier zeige sich einmal mehr, dass „die Zukunft der Gesellschaft nur über die Familie“ gehe. Als bereichernde Erfahrung bezeichnete Bischof Küng auch den Begegnungsnachmittag in den Diözesen Umbriens sowie den Abschlussgottesdienst mit Papst Benedikt XVI., an dem eine Million Katholiken aus über hundert Ländern teilnahm.
"Sehr willkommen" fühlte sich auch der für Ehe und Familie zuständige Bischofsvikar Helmut Prader in Mailand. "Großartige Organisation, herzliche, hilfsbereite Freiwillige, freundliche Gastfamilien - hier sind ideale Voraussetzungen zum Kennenlernen und Vernetzen geschaffen worden", so Prader. Ein reiches Veranstaltungsprogramm zwischen Konferenzen, Katechesen und Treffen habe für jeden etwas geboten. Für Markus Mucha vom Bereich Familie der Diözese "war es bewegend zu sehen, wie herzlich Papst Benedikt XVI. Kinder und Familien gesegnet hat und sich für ein paar persönliche Worte Zeit genommen hat“. Er betont weiters die Gastfreundlichkeit der Italiener und zeigte sich von der Organisation begeistert.

Papst für Gleichgewicht zwischen Familie, Arbeit und Fest

Papst Benedikt sprach sich beim Gottesdienst am Mailänder Flughafen vor einer Million Gläubigen für ein "harmonisches Gleichgewicht zwischen Familie, Arbeit und Fest" aus. Kritik übte er an einer "utilitaristischen Logik des Marktes", die auch Eingang gefunden habe in die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen. "Arbeitszeiten und Anforderungen der Familie, Beruf und Mutterschaft, Arbeit und Fest miteinander in Einklang zu bringen ist wichtig für den Aufbau einer Gesellschaft, die menschliche Züge trägt. Gebt dabei immer der Logik des Seins gegenüber der des Habens den Vorzug: erstere baut auf, die zweite wirkt letztlich zerstörend", sagte der Papst.

Der Papst betonte die Überzeugung der Kirche von der auf das Geheimnis Gottes hinweisenden Symbolik der auf die Ehe von Mann und Frau gegründeten Familie. Gott habe "den Menschen als Mann und Frau geschaffen, mit gleicher Würde, aber auch mit besonderen und sich ergänzenden Eigenschaften, weil die beiden einander ein Geschenk sein, sich gegenseitig aufwerten und eine Gemeinschaft der Liebe und des Lebens verwirklichen sollten".

Benedikt XVI. richtete sich aber auch an die Geschiedenen. Er wolle "ein Wort den Gläubigen widmen, die zwar die Lehre der Kirche über die Familie teilen, jedoch von schmerzlichen Erfahrungen des Scheiterns und der Trennung gezeichnet sind". Sie sollten wissen, dass der Papst und die Kirche sie in ihrer Not unterstützten. "Ich ermutige euch, mit euren Gemeinden verbunden zu bleiben, und wünsche mir zugleich, dass die Diözesen geeignete Initiativen ergreifen, um euch aufzunehmen und Nähe zu vermitteln", sagte Benedikt XVI.

Königsweg: Ehe zwischen Mann und Frau

Die Großveranstaltung sollte nach Aussage des Mailänder Erzbischofs Angelo Scola mit den Themen "Familie, Arbeit und Ruhe" die Grundaspekte des menschlichen Lebens miteinander verbinden. Zudem sollte die Bedeutung des Sonntags als gemeinsamer Ruhetag für die ganze Familie betont werden, sagte der Erzbischof von Mailand. Die auf die Ehe zwischen Mann und Frau gegründete Familie bleibe "trotz aller kulturellen Evolutionen der Königsweg" für die Entwicklung einer Person. Die Arbeit sei ein Weg, sich in die Gesellschaft einzubringen und menschliche Beziehung aufzubauen. Sie müsse jedoch immer wieder von Ruhetagen und Festes unterbrochen werden.

Das nächste (VIII.) Weltfamilientreffen soll 2015 in Philadelphia (USA) stattfinden.

Bild 1: Tolle Atmosphäre beim Weltfamilientreffen - ua. mit Bischof Klaus Küng, Bischofsvikar Helmut Prader, Doris Kloimstein, Leiterin des Bereichs Familie der Diözese St. Pölten, Frauenbewegung-Vorsitzende Anna Rosenberger und Bischofssekretär Fritz Brunthaler.
Bild 2: Bischof Klaus Küng feiert mit den Österreichern Gottesdienst in Mailand.
Bild 3: Papst Benedikt XVI. segnet ein Kind beim Treffen.
Bild 4: Auf dem Weg zur Abschlussmesse.