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24-Stunden-Betreuung: Caritas fordert Qualitätssicherung

Die Caritas der Diözese St. Pölten fordert von der Politik eine gesetzlich vorgeschriebene Qualitätssicherung bei der 24-Stunden-Betreuung zuhause. Bei einem Pressegespräch in St. Pölten machte die Hilfsorganisation darauf aufmerksam, dass manche Anbieter in diesem Bereich verschiedene Kriterien nicht erfüllen: Diese reiche von mangelnder Kenntnis über Demenz-Kranke über fehlendes Wissen der Wundbehandlung bis hin zu nicht vorhandenen Deutschkenntnissen. Im Endeffekt kämen diese Agenturen auch nicht billiger als etablierte Institutionen. Die Caritas der Diözese St. Pölten bekennt sich strikt zur Qualitätssicherung.
Die Caritas-Mitarbeiter der Diözese leisteten im Vorjahr 550.000 Einsatzstunden im Mobilen Dienst „Pflegen und Betreuen zu Hause“, berichtet Karin Thallauer, Leiterin des Bereich Familie und Pflege der Caritas St. Pölten. Dabei wurden 5,1 Millionen Kilometer zurückgelegt und 3.780 Kunden betreut und gepflegt. Jährlich nehmen die Einsatzstunden um drei bis vier Prozent zu, vor allem die Zahl der Demenzkranken steige rapide. Es stünde „der Mensch im Mittelpunkt“, daher sei die Betreuung unabhängig von Einkommen, Herkunft, Religion oder Geschlecht.

Regionalleiter Franz Dorn betont: „Durch die Dienste der Caritas der Diözese St. Pölten wird pflegebedürftigen Menschen ein möglichst selbstständiges Leben in der eigenen Wohnumgebung ermöglicht.“ Ziel sei es, dass die Lebensqualität der Betreuten verbessert bzw. erhalten bleibt.

Caritas sucht ständig neue Mitarbeiter

Um mit der wachsenden Zahl der Kunden Schritt zu halten, sucht die Caritas auch ständig neue Mitarbeiter im Pflegebereich. Da gebe es in den Ballungszentren mehr Bewerbungen um freie Stellen als in den ländlichen Regionen. Generell würden sich die ihre Angestellten wohl fühlen, heißt es bei der Caritas mit Blick auf die im Vergleich zu anderen Betreuungsanbietern geringere Fluktuation ihrer Angestellten. Gerade für viele Frauen seien die Absprachen mit dem Dienstgeber, die flexiblen Arbeitszeiten und die oft gewünschte Teilzeitarbeit ideal.

Caritas steht für gute Versorgung

Gute Versorgung garantiere nur, wer professionelle Arbeit anbietet, wie dies bei der Caritas der Fall sei. Die 24-Stunden-Betreuung umfasst Unterstützung bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens (zB Ankleiden, Körperpflege), Arztbesuche, Gestaltung des Tagesablaufs, Wäscheversorgung, Zubereiten der Mahlzeiten, Betreuung von Haustieren oder pflegerische Tätigkeiten nach Delegation durch den Arzt. Diese Form der Betreuung sei ideal für jene, die rund um die Uhr Betreuung in den eigenen vier Wänden benötigen. In der 24-Stunden-Betreuung lebt die Betreuungsperson je 14 Tage im Haushalt mit. Diese hat gute Deutschkenntnisse, ein Caritas-Ausbildungsdiplom, Kenntnisse in der Bürokratie und ist vernetzt mit den maßgeblichen Einrichtungen.

Alle Infos zu Heimhilfe, Hauskrankenpflege, Kosten, Fristen, Anmeldungen, Kontakte usw. gibt es bei www.caritas-stpoelten.at

Foto v.l.: Franz Dorn (Regionalleitung Zentralraum für Caritas Betreuen und Pflegen zu Hause), Thomas Krückel (Einsatzleiter Caritas Sozialstation Spratzern), Karin Thallauer (Leitung Bereich Familie und Pflege Caritas St. Pölten), Barbara Walzl (Caritas Sozialstation Pottenbrunn), Anita Grafeneder (Pflegeleitung Zentralraum für Caritas Betreuen und Pflegen zu Hause)