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Wallfahrt der Berufungspastoral nach Maria Langegg

„Es braucht Mut, um Menschen auf ihre Berufung anzusprechen“, betonte der Göttweiger Abt Columban Luser bei der Wallfahrt der Berufungspastoral der Diözese St. Pölten nach Maria Langegg am Samstag, 22. Oktober.
Bei kaltem, aber sonnigem Wetter marschierten hundert Teilnehmer auf dem Jakobsweg von Unterbergern zum Wallfahrtsort im Dunkelsteiner Wald. Auf dem 13 Kilometer langen Fußweg gab es zahlreiche geistliche Impulse und die Möglichkeit, bei Gesprächen und Gebeten über Entscheidungen nachzudenken und ungezwungen das Leben zu reflektieren. Neben Abt Columban und Bischofsvikar Gerhard Reitzinger, der in der Diözese die Berufungspastoral leitet, gab es mehrere Priester und Ordensfrauen als Ansprechpersonen.

Die traditionelle Wallfahrt stand heuer unter dem Motto „An der Straßenkreuzung des Lebens“. Abt Columban erinnerte in seiner Predigt an ein Schlüsselelement für seine Berufung. Als 10-Jährige wurde er im Religionsunterricht von einem Kaplan überraschend gefragt, ob er Priester werden wolle. Für Luser sei dieses Ereignis prägend gewesen und er wünsche sich Menschen, die den Mut aufbringen, Fragen dieser Dimension anzusprechen. „Die Liebe Gottes lässt sich nicht aufhalten“, aber es brauche Mut, dem Ruf zu folgen. Luser erzählte das Beispiel einer jungen Studentin, die sich erst im Erwachsenenalter taufen ließ, und dass obwohl sie von Eltern dazu nicht ermutigt wurde. Die Erkenntnis der eigenen Berufung sei für viele Menschen mühsam, aber es sei „eine klare Entscheidung wichtig“: Ob man nun den Weg der Partnerschaft oder des geistlichen Lebens wähle. Er warnt vor „halbherzigen Entscheidungen und vor zu langem Warten“. Das sei ein brüchiges Element.

Abt Columban zusammenfassend: „Es braucht Mut, Menschen auf das Thema Berufung anzusprechen. Es braucht Mut, der eigenen Berufung zu folgen und es braucht Mut zur Entscheidung.“