Schüler laufen für Menschen in Not

„2.500 Schülerinnen und Schüler aus 12 Schulen verwandeln heute in einer großen Solidaritätsaktion zahlreiche Laufstrecken in Niederösterreich in einen Parcours der Menschlichkeit und helfen die Armut zu verringern“ betonte Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck vor dem Startschuss zum LaufWunder 2011 im Stadtwald von St. Pölten. Das Startsignal zum Charitylauf gaben Bischof Klaus Küng und Bürgermeister Matthias Stadler.


Es sei „etwas Wesentliches zu entdecken, dass man nicht selbst der Nabel der Welt ist“, sagte Bischof Küng vor dem Start, sich für andere einsetze und so „etwas zur Linderung der Not beiträgt“. Er freue sich, dass sich Schulen an dieser Initiative beteiligten, so Küng, da der Einsatz für andere und „ein offenes Herz zu haben“ auch ein wichtiger Teil der Bildung sei.
Für Bürgermeister Stadler ist neben der gesundheitlichen Bedeutung von Sport und Bewegung auch der soziale Gedanke des LaufWunders wichtig: „Soziales Verhalten kann man nicht verordnen, die Jugendlichen müssen es lernen und einüben.“

Allein in der Stadt St. Pölten sind rund 1.000 Schülerinnen und Schüler des BRG/BORG St. Pölten, des Gymnasiums der Englischen Fräulein und der Bildungsanstalt für Kindergarten- und Sozialpädagogik (BAKIP) im St. Pöltner Stadtwald (Kaiserwald) für die Caritas Projekte Jobcoaching, Familienhilfe Plus und ein Wiederaufbauprojekt nach der Flut in Pakistan unzählige Kilometer gelaufen. Sponsoren erklären sich bei dieser von der „youngCaritas“ initiierten Aktion dazu bereit, für jeden gelaufenen Kilometer eine frei gewählte Summe zu spenden. Je weiter die jungen Sportler gelaufen sind, desto mehr Geld bekommen bedürftige Kinder und Jugendliche. Die Schülerinnen Schüler entschieden gemeinsam mit ihren Lehrkräften, wem sie „ihre Kilometer“ widmen wollen.

Die BAKIP fördere Projekte, die im Interesse der Gesellschaft seien, betonte Direktor Edmund Lobinger. Die Schule sei auch mit der Caritas verbunden, da diese zahlreiche Praktikumsstellen für die Schülerinnen und Schüler anbiete.
Die Bedeutung des „sozialen Lernziels“ unterstrich Charlotte Ennser, Direktorin der Englischen Fräulein. Die Jugendlichen haben sich vorher über die Projekte informiert, die sie schließlich mit ihrem Lauf unterstützten. „Eine Schule, die sich körperlich bewegt, ist auch geistig beweglich.“

Initiiert wurde der Charitylauf von der „youngCaritas“. Die Jugendplattform der Caritas setzt zahlreiche Aktionen, um junge Menschen für soziale Themen zu sensibilisieren. „Wenn sich so viele Jugendliche für notleidende Mitmenschen in Bewegung setzen, dann ist das ein enormes Signal der Hoffnung für die Gesellschaft“, freute sich Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck über die große Beteiligung in der Diözese St. Pölten.

Weitere teilnehmende Schulen in der Diözese St. Pölten:

Für das Projekt Jobcoaching der Beruflichen Integration der Caritas

• IBM/SMS St. Valentin, Schubertviertel mit 400 Teilnehmer/innen

• HS Wolfsbach (60)

Für den Mobilen Hospizdienst der Caritas

•DHS Wallsee-Sindelburg (130)

•BRG Rechte Kremszeile (50)

•HS Drosendorf (65)

Für das Projekt Familienhilfe Plus der Caritas

• HS Wallsee (130)

• ITS Hauptschule Karlstetten (170)

•VS Pottenbrunn-Ratzersdorf (120)

• Pfarre St. Veit/ Gölsen (200)

Für das Projekt Club Aktiv der Caritas

•PVS, PHS und HLW Zwettl (170)