Weihbischof Anton Leichtfried bei der Karfreitagsliturgie
Pilgern im Sommer
Erntekrone
 
 

Pilgerreisen sind keine „Warmwasser-Touristik“

Als „pastorale Chance“ bezeichnete Andreas Kickinger, Geschäftsführer von „Biblische Reisen“, Pilgerreisen und Studienreisen mit religiösem Hintergrund bei einem Vortrag auf der GLORIA-Kirchenmesse in St. Pölten. Solche Reisen seien keine „Warmwasser-Touristik“, bei der die Urlauber eine Woche lang am Strand liegen ohne Land und Leute kennen zu lernen. Vielmehr sei es wichtig, Begegnungen zu ermöglichen, die auch „die Wurzeln des eigenen Glaubens stärken“ könnten.
Die religiöse Ausrichtung einer Studienreise sei keine Einengung, wie Kickinger betonte: „Das religiöse Element kann eine Reise inhaltsreicher und spannender machen, den die Religion führt zu den Wurzeln der Menschen in den Ländern.“ So seien nicht nur biblische Reisen ins Heilige Land, nach Jordanien oder Ägypten interessant. „Hier stehen die Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift und mit der biblischen Geschichte im Vordergrund.“ Auch bei Reisen etwa nach Indien oder China sei „Religion automatisch ein Thema“, so Kickinger: „Es stellt sich auch die Frage nach den eigenen religiösen Wurzeln.“

Neben der religiösen Bildung und der Erweiterung der persönlichen Sichtweise hat auch die Reisegemeinschaft selbst einen hohen Stellenwert. Der „geschwisterliche Umgang miteinander“, mit den älteren und schwächeren Teilnehmern in der Gruppe sei auch ein wichtiger Bestandteil religiöser Reisen, erklärte Kickinger: „Es ist kurz gesagt, die einfache Frage, die sich immer wieder stellt: Wer sitzt in der ersten Reihe?“

Aber auch die religiöse Gemeinschaft spiele eine wichtige Rolle, nach dem Herrenwort: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ So sei eine biblische Studienreise durchaus auch für „spirituelle Highlights und Aha-Erlebnisse“ gut. Ganz abgesehen von den möglichen Folgen danach: „Eine Reise an biblische Orte ist oft der Startschuss für ein Engagement in der Kirche“, so Kickinger.