Pfarrgemeinderatswahlen 2012: Bischöfe ermuntern zur Teilnahme

Zu reger Beteiligung an den Pfarrgemeinderatswahlen 2012 haben die österreichischen Bischöfe die Katholiken des Landes ermuntert. Die Wahlen, die am 18. März in ganz Österreich stattfinden, stehen unter dem Motto "Gut, dass es die Pfarre gibt". In den mehr als 3.000 katholischen Pfarrgemeinden werden rund 30.000 Frauen und Männer gewählt werden, informierten die Bischöfe zum Abschluss ihrer Herbstvollversammlung. "Sie übernehmen damit für fünf Jahre konkrete Mitverantwortung für das kirchliche Leben", unterstreichen sie.
Den Pfarrgemeinderäten und allen, die sich der Wahl stellen wollen, danken die Bischöfe "für den persönlichen Einsatz, das Glaubenszeugnis und die Mitverantwortung für eine lebendige Kirche, die den Menschen ganz nahe sein will". Sie leisteten in der Kirche einen wertvollen und bedeutenden Dienst und gestalteten durch ihr Engagement die Kirche vor Ort entscheidend mit.

In einer "Zeit großer Umbrüche in Kirche und Gesellschaft" seien die Pfarrgemeinderäte in den kommenden Jahren gefordert, als "Pfadfinder der Frohen Botschaft" nach Wegen zu suchen, "die tieferen Fragen des Menschen aufzugreifen und die Antworten des Glaubens zu vermitteln", so die Erklärung. Nicht der "statistische Erfolg" stehe dabei im Vordergrund, sondern das "Angebot des Glaubens an den freien Menschen".

Wie die Bischöfe mitteilten, wird im Jänner 2012 eine Delegation von 60 Pfarrgemeinderatsmitgliedern aus ganz Österreich in Rom Berichte über das Leben der Pfarren in den vergangenen fünf Jahren in Form von "Apostelgeschichten der Gegenwart" an Papst Benedikt XVI. übergeben. Dies geschehe als Antwort auf den Aufruf des Papstes an die Pfarrgemeinderäte 2007 in Mariazell, die Apostelgeschichte durch ihr Leben weiterzuschreiben.

Ein Blick auf die gelebte Realität zeige, dass in der überwiegenden Mehrzahl der Pfarren "das Miteinander in der Seelsorge und ein gemeinsames Verantworten des Pfarrlebens zwischen dem Pfarrer und dem Pfarrgemeinderat gegeben sind", stellten die Bischöfe fest. In diesem Sinne sei man zuversichtlich, dass sich auch diesmal wieder zahlreiche Frauen, Männer und Jugendliche für den Pfarrgemeinderat zur Verfügung stellen werden.

Besonders weisen die Bischöfe auf die anderssprachigen katholischen Gemeinden hin, deren Zahl und Größe in Österreich beständig im Wachsen begriffen sei. Ihre Vertretung und Integration in bestehende Pfarrgemeinderäte bzw. die Bildung eigener Pfarrgemeinderäte in diesen Gemeinden stehe als Aufgabe an.