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Katholischer Familienverband veranstaltete NÖ-“Bildungsgipfel“

„Familien brauchen gute Schulen!“, betont Josef Grubner, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes der Diözese St. Pölten (KFV) und lud daher am 5. Dezember die niederösterreichischen Landtagsparteien zur Veranstaltung „Bildungsgipfel in St. Pölten“. Neben Bildungslandesrat Karl Wilfing (ÖVP) nahmen daran Günther Sidl (SPÖ) sowie Landtagsabgeordneter Emmerich Weiderbauer (Bildungssprecher Die Grünen) teil, der FPÖ-Vertreter musste kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Der Familienverband wolle mit dieser Aktivität den Bildungsdialog in NÖ stärken und biete sich dabei Plattform an.
„Wir wollen die Diskussion beleben und dabei Katalysator sein“, erklärte Grubner. Ziel des KFV sei es, „zum einen die in NÖ zu Ausbildungs- und Bildungsfragen vorfindbaren Gemeinsamkeiten der politischen Parteien zu definieren und zum anderen die erkennbaren differenten Positionen zu beraten und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen“. Dabei biete sich der Familienverband als Plattform an.

Die Bildungsexperten verwiesen zwar auf die Bedeutung der Vorgaben der Bundespolitik, Landesrat Wilfing betonte aber, dass man durch die niederösterreichische Politik auch „Identität im Land“ schaffe. Einig waren sich die Vertreter der Parteien auch, dass die Schüler dort abgeholt werden müssten, wo sie stehen – dass also Schüler je nach ihren Begabungen gefördert und gefordert werden sollen. Diskrepanzen gab es dagegen über die konkreten Schulformen im Bereich der 10- bis 14-Jährigen, die – laut Josef Grubner - „ideologisch belastet“ seien. Jetzt gelte es, die beschlossene Neue Mittelschule in Niederösterreich umzusetzen, das sei auch ein Schwerpunkt im kommenden Frühjahr, so Landesrat Wilfing. Weiters beteuerten die Politiker genauso wie der Familienverband: Bildung sei etwas Ganzheitliches und nicht nur die Vermittlung von Wissen. Dafür brauche es die „bestmöglichen Pädagogen“ - die Basisausbildung für sie sollte auf universitärem Niveau durchgeführt werden. Wilfing merkte an: „Es gibt parteiübergreifend im Bildungsbereich viel Konsens in Niederösterreich, auch wenn es oft anders dargestellt wird.“p> Konkret wurde beim „Bildungsgipfel“ vereinbart, dass es im Frühjahr eine neuerliche Diskussionsrunde geben soll zum Bereich „Unterstützungssysteme für schulisches Arbeiten“. Ziel sei es laut KFV-Vorsitzenden Grubner, „Pädagogen geeignete Instrumentarien in die Hand zu geben, damit sie gemeinsam mit den Eltern und mit der Schulbehörde auch mit 'schwierigen' Schülern umgehen können“. Es sollten dazu neben den Parteien Eltern-, Schüler- und Lehrer-Vertreter eingeladen werden.

Der Katholische Familienverband setzt sich seit Jahrzehnten als größte familienpolitische Organisation Österreichs mit dem Thema Bildung auseinander. Heuer erst präsentierte der Familienverband sein neues Bildungskonzept „Bildung JETZT!“, das Bildung grundsätzlich analysiert, „frei vom üblichen parteipolitischen Hick-Hack“, so Grubner.

Foto:
Josef Grubner, Vorsitzender Katholischer Familienverband Diözese St. Pölten, Landesrat Karl Wilfing (ÖVP), LAbg. Emmerich Weiderbauer (Die Grünen), Günther Sidl (SPÖ).