GLORIA als Ort der Begegnung

Als „Ort der Begegnung, der Auseinandersetzung“ und als „eine Art Abenteuer für alle Beteiligten“ bezeichnete Bischof Klaus Küng die GLORIA-Kirchenmesse bei deren Eröffnung am Donnerstag im VAZ St. Pölten. Die Kirche sei „ein Geheimnis“, das sich immer wieder neu zeige – auch in der bunten Öffentlichkeit einer Kirchenmesse. Schließlich betreffe dieses Mysterium alle Menschen, „auch jene, die nichts mit der Kirche zu tun haben“, betonte der Bischof. Auf der GLORIA könnten die Menschen mit mit dem „Phänomen Kirche vielseitig in Kontakt“ kommen.
Bei der ersten Anfrage des Veranstalters „Messe Dornbirn“ in seiner Zeit als Diözesanbischof von Feldkirch habe er noch „eine gewisse Skepsis“ gegenüber einer Kirchenmesse gehabt, erzählte Küng. Er habe sich schließlich jedoch „gerne darauf eingelassen“ und jedes Mal „eine besondere Erfahrung“ gemacht. Küng: „Ich freue mich das die GLORIA nun bereits zum zweiten Mal in St. Pölten stattfinden kann.“

Auch der evangelisch-lutherische Superintendent Paul Weiland hob die Bedeutung der Kirchenmesse als „Ort der Begegnung und der Kommunikation“ hervor. Der Mensch werde vom Glauben als Ganzes angesprochen, so Weiland. Um dieses Angebot bewusst zu machen, müsse die Kirche sichtbar bleiben; dazu gehöre auch das öffentliche Auftreten. „Die Bandbreite und Vielfalt der Kirche zu zeigen und anzubieten kann nur eine Messe“, sagte Weiland. Dabei komme auch „manches Verborgene“ zum Vorschein, das sonst nicht so sichtbar im Vordergrund stehe.

In Zeiten eine Konsumgesellschaft sei eine „Messe für Menschen und Menschlichkeit“ ein wichtiges Zeichen betonte die Vizebürgermeisterin von St. Pölten, Susanne Kysela: „Es geht um das miteinander, um das Gespräch, und hier ist Platz und Zeit dafür.“

Die GLORIA-Kirchenmesse im VAZ St. Pölten dauert bis Samstag und ist von 9 bis 17 Uhr, am Samstag bis 16 Uhr geöffnet.