Bischof Küng: „Es liegt noch ein gutes Stück Weg vor uns“

Mit einem Rückblick auf die Schwerpunkte der vergangenen 5 Jahre beendete der Pastoralrat der Diözese St. Pölten am 14. Oktober seine Funktionsperiode. Nach den Pfarrgemeinderatswahlen im März 2012 wird sich das beratende Organ des Bischofs mit Delegierten aus den verschiedenen Dekanaten und Ständen neu konstituieren. „Es liegt noch ein gutes Stück Weg vor uns“, betonte Bischof Klaus Küng, „um die Seelsorge für eine säkularisierte Welt zu gestalten.“ Er teile großteils die Anliegen des Pastoralrates, besonders die Sorge um die Zukunft der Pfarren und die Weiterentwicklung von Pfarrverbänden. Es habe sich bereits „viel bewegt“, neue Ideen zur Pastoral seien „in den Köpfen und Herzen angekommen und beginnen zu greifen“, so Küng.

Der Bischof verwies auf den „gewaltigen Umbruch von der Volkskirche zu neuen Formen, die der heutigen Zeit entsprechen“. Die Verknappung der finanziellen und personellen Ressourcen führe andererseits dazu, „dass immer mehr das Wesentliche hervorgehoben“ werde: „Im Zentrum dieses Weges steht bei Jung und Alt, bei Priestern und Laien die Nachfolge Christi.“ Damit eng verbunden sei der Auftrag zur Mission, wie Küng erklärte, und zwar nach innen – an die Getauften ohne Kirchenbezug gerichtet – und nach außen – an die Ungetauften, deren Zahl auch in Europa zunehme.

Schwerpunkt der sieben Sitzungen in der auslaufenden Funktionsperiode war der diözesane Erneuerungsprozess, besonders die Neustrukturierung der Pastoralen Dienste, die pastorale Erneuerung in den Pfarren und Pfarrverbänden sowie die Freiwilligenarbeit und das Ehrenamt. Die Delegierten zeigten sich durchwegs zufrieden mit der Gesprächskultur im Pastoralrat und die Offenheit für schwierige Themen.