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Weniger Katholiken aber auch Zeichen für Hoffnung und neue Aufbrüche

„Jeder Austritt schmerzt“, sagt der Direktor der Pastoralen Dienste, Dr. Sepp Winklmayr angesichts der veröffentlichten Zahlen über die Katholikenbewegung im vergangenen Jahr. Nach einer Austrittswelle am Anfang des Jahres ist die Zahl wieder deutlich zurückgegangen.
Es sei heute unabdingbar, „vermehrt Kontakt zu den Menschen zu suchen, persönliche Gespräche zu führen und alle, Jugendliche, Familien und Senioren zu offenen Begegnungen einzuladen“, erklärt Winklmayr.
541.531 Katholiken hatten mit Anfang dieses Jahres ihren Hauptwohnsitz in der Diözese St. Pölten. 2009 waren es noch 546.562. Im vergangenen Jahr sind 4.486 Katholiken weggezogen und 4.104 in die Diözese zugezogen. 4.360 Katholiken sind aus der Kirche ausgetreten, das sind 0,8 Prozent der Katholiken. Es sei schmerzlich, wenn Menschen die Kirche verlassen, auch wenn es nur 8 Personen von 1000 sind“, bedauert Winklmayr. Über 300 Personen sind wieder in die Kirche zurückgekehrt.


Es sei aber auch deutlich geworden, dass es für einen Kirchenaustritt zwar einen konkreten Anlass gibt, die Ursachen dafür aber viel tiefer liegen. Die Hauptursache ist, dass jemand fast nie oder nur selten mit dem kirchlichen Leben in Berührung gekommen sei, meint Winklmayr. Dies führe sehr oft zu einer Entfremdung von der Glaubensgemeinschaft, dem ein Austritt folgen kann, so der Direktor der Pastoralen Dienste.


Als konkrete Anlässe nennt Direktor Winklmayr einerseits die Irritationen um kirchliche Ereignisse am Beginn des vergangenen Jahres, andererseits die gesamtgesellschaftliche Entwicklung mit der aktuellen Geld- und Wirtschaftskrise und ihren Folgen. Menschen sparen bei „Mitgliedsbeiträgen“ und treten aus Vereinen und Kirche aus, oft ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Nach Anstieg der Austrittszahlen Anfang 2009 sei diese Zahl aber wieder signifikant zurückgegangen, wies er hin.


Winklmayr erinnert daran, dass der persönliche Kontakt zu den Mitmenschen, offene Gespräche und offene Begegnungen gerade heute wieder äußerst wichtig seien. Er weist hin, dass sich eine zunehmende Zahl Katholiken wieder in der Kirche engagiert, sei es im Pfarrgemeinderat oder in einer der vielen kirchlichen sozialen Initiativen.


Der „Erneuerungsprozess“, der derzeit in der Diözese für einen neuen Aufbruch sorgt, werde von immer mehr Menschen wahrgenommen, die sich in Pfarre und apostolischen Gruppen einbringen, erklärt Winklmayr. So haben etwa Hunderte Jugendliche begeistert an den Jugendchöretagen in St. Pölten teilgenommen, tausende Ministranten am „Mini-Tag“ in Altenburg und die „Lange Nacht der Kirchen“ habe Mitte 2009 tausenden Menschen eindrucksvoll die Vielfalt eines lebendigen kirchlichen Lebens gezeigt.


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