Weltmissions-Sonntag: "Größte Solidaritätsaktion der Welt"

Mit der Missio-Sammlung am Weltmissions-Sonntag, dem 24. Oktober, bekunden weltweit mehr als eine Milliarde Katholiken ihre Solidarität mit den Armen. Konkret soll mit dem Ertrag der Sammlung die materielle Grundversorgung der 1.100 ärmsten Diözesen gesichert werden. Die "größte Solidaritätsaktion der Welt" wird in Österreich von Missio, den Päpstlichen Missionswerken in Österreich, im gesamten Oktober mit Initiativen für Jugendliche und Kinder begleitet. Mit der Sammlung will man ein Zeichen für weltkirchliche Gemeinschaft setzen und einen Beitrag für die gerechte Verteilung der finanziellen Mittel leisten.
Alljährlich sorgen die Päpstlichen Missionswerke auf diese Weise dafür, dass in jeder Ortskirche den armen Menschen geholfen werden kann. So erhalten auch jene Diözesen und Pfarren eine finanzielle Unterstützung, die keine „Diözesan- oder Pfarrpartnerschaft“ und die damit verbundenen Hilfen haben. Da in allen Pfarren der Welt gebetet und gesammelt wird, auch in den ärmsten, trägt jeder Mensch guten Willens zu dieser größten Solidaritätsaktion der Welt bei.
Die Sammlung sorgt auch für eine global gerechte Verteilung der Mittel in einer Welt, die vor allem für viele Menschen in den Ländern des Südens voller Ungerechtigkeiten ist. Seit 1922 garantieren die Päpstlichen Missionswerke die gerechte Verteilung der Gelder, in Zusammenarbeit mit den Nuntiaturen und den Repräsentanten der örtlichen Missionswerke.


Im Jahr 2010 steht der Weltmissions-Sonntag im Zeichen des Geburtstags der seliggesprochenen Mutter Teresa vor 100 Jahren, die "für die Arbeit der Päpstlichen Missionwerke ein ganz großes Vorbild" darstelle, so der Nationaldirektor von Missio, Msgr. Leo Maasburg. Als Beispielland wird in diesem Jahr Kambodscha vorgestellt.


Fair Naschen „fairändert“


Seit Anfang Oktober läuft schon die Jugendaktion von Missio: Tausende Jugendliche bieten in Pfarren, Schulen und auf öffentlichen Plätzen fair gehandelte Produkte gegen eine Mindestspende an und unterstützen damit Jugendprojekte in Entwicklungsländern. Von den 283.000 Packungen Schoko-Pralinen und 70.000 Packungen Studenten-Futter wurde bereits fast die ganze Menge bestellt.


Gegen eine Mindestspende von EUR 2,50 (bzw. EUR 2,- für Studentenfutter) können die köstlichen und fair gehandelten Produkte „fairnascht“ werden. Der Reinerlös der Jugendaktion kommt direkt Jugendprojekten zu Gute, wie z.B. einem Projekt zur Trauma-Bewältigung in Kambodscha, der Gefängnisseelsorge für Jugendliche in Brasilien, sowie dem Jugendaustausch zwischen El Salvador und Österreich von Enchada, dem entwicklungspolitischen Netzwerk der Katholischen Jugend Österreich. Die Jugendaktion von Missio zum 13. Mal als gemeinsames Projekt mit der Katholischen Jugend Österreich statt.


Mit der Jugendaktion werden aber nicht nur Jugendprojekte in Ländern des Südens unterstützt, auch der faire Handel wird gefördert, denn die Produkte der Jugendaktion werden aus fairem Handel bezogen. Im Studenten-Futter, dem fairen Nuss-Rosinen-Mix, finden sich unter anderem Cashewnüsse aus Honduras und Paranüsse aus Bolivien und Peru. Der Kakao und der Zucker der Schoko-Pralinen werden zu fairen Bedingungen direkt von Kleinproduzenten aus der Dominikanischen Republik und Costa Rica bezogen.


„Das einzige, was die Armut beseitigt, ist miteinander zu teilen.“ Diese und andere Zitate finden sich in diesem Jahr auf der goldenen Verpackung der Schoko-Pralinen. Sie alle stammen von der seligen Mutter Teresa von Kalkutta, die am 26. August 100. Geburtstag gefeiert hätte. Die Friedensnobelpreisträgerin und Missionarin der grenzenlosen Liebe gilt vor allem den Jugendlichen als Vorbild der Nächstenliebe.


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