Weihnachten in Fernsehen und Radio

"Licht ins Dunkel" dominiert wie jedes Jahr das TV- und Regionalradioprogramm des ORF zu Weihnachten. Die große ORF-Spendenaktion findet heuer bereits zum 38. Mal statt, zum 33. Mal steht der 24. Dezember von 9 bis 23.30 Uhr in ORF 2 ganz im Zeichen der Menschlichkeit. Ihren Beitrag dazu leisten auch Österreichs Bischöfe: Kardinal Christoph Schönborn wird gleich nach dem Angelus-Läuten um 12 Uhr von Marie-Claire Zimmermann zum Gespräch gebeten, anschließend kommen "Licht ins Dunkel"-Schirmherr Bundespräsident Heinz Fischer und sein Ehefrau Margit zu Besuch ins ORF-Studio.
In der Zeit von 14 bis 15 Uhr und von 16 bis 18 Uhr senden die ORF-Landesstudios ihr eigenes "Licht ins Dunkel"-Regionalprogramm. Dabei wird auch Bischof Klaus Küng zu Wort kommen. Auch im Regionalradioprogramm ist am Heiligen Abend "Licht ins Dunkel"-Tag: Die Weihnachtsansprache von Bischof Küng ist dabei um 17.04 Uhr zu hören.


Eine Novität in der Fernseh-Ausgabe des Spendenmarathons ist laut ORF-Ankündigung ein neuer "Spielort": Vom Stephansplatz vor dem Stephansdom wird Sandra König immer wieder vom weihnachtlichen Treiben in der festlich geschmückten Wiener Innenstadt berichten. Alle Passanten sind eingeladen, sich dort das ORF-Friedenslicht aus Bethlehem abzuholen. Um 10.50 Uhr bietet der Wiener Großchor "Longfield Gospel Choir" live den Song "Christmas" dar.


Um 19 Uhr steht die "Evangelische Christvesper" aus der Annakirche in Mittersill auf dem Programm von ORF-2. Um 19.45 Uhr folgt die Sendung "FeierAbend" mit dem evangelischen Theologen Albert Brandstätter, der sich als Geschäftsführer der Lebenshilfe Österreich für ein gemeinschaftliches Leben von Menschen mit und ohne Behinderungen einsetzt: "Inklusion statt Isolation" ist dabei sein Leitmotiv.


Nach Abschluss der "Licht ins Dunkel"-Sendung steht um 23.30 Uhr ein "kreuz&quer spezial" mit dem Titel "Stille Nacht" auf dem ORF-2-Programm. Erzählt wird die Entstehungsgeschichte des wohl schönsten Weihnachtsliedes der Welt. Der Text des weltweit beliebtesten Weihnachtsliedes wurde 1816 von Hilfspfarrer Josef Mohr geschrieben – in einer Zeit, die durch Krieg und Armut geprägt war. Besonders die Strophen drei bis fünf, die heute kaum mehr gesungen werden, verweisen auf Mohrs Anliegen einer Friedensbotschaft.


Um Mitternacht wird die Christmette mit Papst Benedikt XVI. aus dem Petersdom in ORF 2 übertragen, erstmals mit einem eigenen Audiokommentar für blinde und sehbehinderte Menschen. Es kommentieren Mathilde Schwabeneder und der Superior von Mariazell, P. Karl Schauer. Der ORF überträgt die Mette zeitversetzt, andere europäische Sender senden ab 22 Uhr live – darunter das Bayerische Fernsehen.


Christtagsgottesdienst aus Stift Klosterneuburg


Höhepunkt des religiösen Christtagsprogrammes ist der traditionelle päpstliche Weihnachtssegen "Urbi et Orbi", den ORF 2 ab 12 Uhr live aus Rom überträgt. Davor können TV-Kunden ab 10.45 Uhr den auch vom ZDF übernommenen katholischen Weihnachtsgottesdienst aus dem Stift Klosterneuburg mitfeiern; es zelebriert Abtprimas Propst Bernhard Backovsky. In den Regionalradios wird ab 10 Uhr der katholische Gottesdienst aus der Schlosskapelle Schönbrunn in Wien übertragen.


Am Abend (19.30-20.15 Uhr) sendet das ZDF die Dokumentation "Jesus XXL – Vom Zimmermann zum Superstar". Im Blick ist "die zwei Jahrtausende währende glanzvolle Geschichte des Mannes aus Galiläa", gedreht wurde an den Ursprungsorten des Christentums, von Palästina über Kleinasien bis nach Rom.


Auf Anregung Papst Benedikts XVI. entstand der vom Bayerischen Rundfunk (19.45-21.15 Uhr) ausgestrahlte monumentale Fernsehfilm über die Lebensgeschichte einer der prägendsten Figuren der europäischen Geistesgeschichte: Augustinus, Bischof von Hippo. "Eventkino mit religiöser Botschaft" schrieb die Kritik über den aufwendigen Film, der den Werdegang des großen Kirchenlehrers von der Geburt über sein ausschweifendes Leben bis zur Bekehrung und seinen Tod während der Belagerung Hippos durch die Vandalen nachstellt.


Weihnachten in Pakistan


Der "FeierAbend" am Christtag (19.52-20.05 Uhr, ORF 2) schildert Weihnachten in Pakistan: Seit sieben Jahren arbeitet die Wiener Sozialarbeiterin Claudia Villani im Team der deutschen Ordendsfrau und Lepra-Ärztin Ruth Pfau für die Ärmsten der Gesellschaft in Pakistan, das heuer von einer enormen Flutkatastrophe heimgesucht wurde. Villani kümmert sich in Camps um Menschen, die vor den Wassermassen geflüchtet sind und nichts mehr besitzen außer ihr Leben. Ohne ihren Glauben - so Villani - würde sie all das Leid nicht ertragen: "Für mich bedeutet Christin zu sein, dass es Sinn macht mich auf die Seite derer zu stellen, die selber ihre Stimme nicht mehr erheben können, weil Jesus selbst eindeutig auf Seite derer war, die ausgegrenzt und benachteiligt waren."


Am Stephanitag, Sonntag, 26. Dezember, hinterlässt der Papst aus Bayern erneut seine Spuren im Bayerischen Rundfunk: Von 10.30 Uhr bis 12 Uhr wird Bilanz über fünf Jahre Papst Benedikt XVI. gezogen; auf markante pastorale Akzente in Rom wird dabei ebenso zurückgeschaut wie auf zahlreiche Reisen im Blickfeld der Weltöffentlichkeit.


Josef Böck ist Polizist und gläubiger Katholik – und er steht am Stephanitag ab 19.52 Uhr im Mittelpunkt des "FeierAbends" auf ORF 2. Seit Jahren arbeitet er im Rahmen des Vereins "fair und sensibel – Polizei und AfrikanerInnen" am Abbau von Vorurteilen. "Feindbilder gedeihen am besten dort, wo es keine Kommunikation gibt", so Böcks Überzeugung.