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„Was hilft das für die geschwollenen Füße?“

Nach einem langen theologischen Vortrag über Thomas von Aquin hatte ein älterer Pater im Publikum gefragt: „Was hilft das für die geschwollenen Füße?“ Mit dieser Begebenheit aus seinem Leben als Seelsorger illustrierte P. Johannes Pausch, Benediktiner aus Gut Aich, bei der Priesterstudientagung in St. Pölten sein Anliegen einer „therapeutischen Kompetenz der Hirtensorge“: „Wir müssen uns darum sorgen, was die Menschen schmerzt. Wenn wir das nicht schaffen, ist unsere Arbeit umsonst.“
Es sei der „therapeutische Auftrag“ der Seelsorge, den Menschen in ihren seelischen, geistlichen und auch sozialen Schmerzen beizustehen, betonte Pausch. Ein Seelsorger müsse die Kompetenz entwickeln, den Gläubigen den Aufbau einer Beziehung zu Gott und den anderen Menschen zu ermöglichen. Da Gott in sich selbst Beziehung sei, sei auch Spiritualität Beziehung. „Unsere Spiritualität sollte sich an der Haltung eines guten Gastwirtes orientieren“, so Pausch wörtlich. Freude zu stiften bzw. Trauernde zu trösten sei ein „Grundauftrag der Pastoral“.


Anhand des Psalmes 23 erläuterte Pausch, „was wir von Gott erwarten können und was in der Folge unser Auftrag ist“. Der Psalm enthalte „viel spirituelle und therapeutische Kompetenz“ und zeichne das Bild einer „ganzheitlichen Ich-Du-Beziehung“. „Erstes Ziel der Pastoral ist die spirituelle Haltung und der Seelenhaushalt der Menschen – und nicht die Organisation“, fasste Pausch zusammen.