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Sternsinger aus Hafnerbach bei Bundespräsident Heinz Fischer

Stellvertretend für die 85.000 Sternsinger, die in diesen Tagen in ganz Österreich unterwegs sind, empfing unser Staatsoberhaupt heute „mehr als zwei Dutzend“ Heilige Königinnen und Könige aus ganz Österreich. Unter ihnen die Sternsinger aus Hafnerbach bei St. Pölten.
Die Heiligen Drei Könige überbrachten Bundespräsident Heinz Fischer Segenswünsche für das Jahr 2010. „Wenn ihr mich besucht, dann weiß ich, dass der Besuch nicht nur mir als Person, sondern dem ganzen Land, der Republik Österreich gilt.“ würdigte Bundespräsident Dr. Fischer das Engagement der Kinder. „Im Namen der Republik möchte ich auch die Gelegenheit nutzen, um mich bei euch zu bedanken. Die Sternsingerinnen und Sternsinger verfolgen ein ganz wichtiges Grundprinzip der Menschlichkeit, weil ihr auch an Menschen denkt, die außerhalb der Grenzen unseres Landes leben. Dies verdient in höchstem Maße Anerkennung und Respekt.“


Martin Krenn, Vorsitzender der Katholischen Jungschar, war mit einer konkreten Bitte in die Hofburg gekommen: „Der Klimagipfel in Kopenhagen hat nicht die erhofften Ergebnisse gebracht. Wenn aber nicht sehr bald die dringend nötigen Klimaschutz-Maßnahmen eingeleitet werden, hat das verheerende Folgen für Millionen von Menschen in den Entwicklungsländern und auch für die zukünftigen Generationen in Österreich.“


Bundespräsident Fischer versprach den anwesenden Königinnen und Königen sogar in seiner Neujahrsansprache auf die Problematik der drohenden Klimakatastrophe hinzuweisen und forderte die Sternsinger/innen auf, auch angesichts der unzureichenden Ergebnisse des Klimagipfels nicht die Köpfe hängen zu lassen, sondern - „jetzt erst Recht“ - sich gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen. So wird es uns gelingen, die anstehenden Probleme zu bewältigen.


Die Sternsinger aus der Pfarre Hafnerbachwaren Georg Schaberger, Laura Fischer, Markus Marchart, Melina Schaberger und Natalie Heinzl. „Naja, ein bisserl nervös waren wir schon“ meinte Markus, nachdem er gemeinsam mit seinen Freunden das Lied dargebracht hatte. „Aber das Gitarrespielen hab ich zuhause ganz oft mit der Mama geübt“ erzählte Melina, die jüngste im Bunde, stolz. „Der Spaß, und dass man den Kindern helfen kann“ – ja, das ist der Grund, warum Natalie und Laura auch heuer wieder dabei sind. Medienerprobt ist nun auch Georg, der bei einem Radio-Interview genau erzählte, was man als Sternsinger alles zu tun hat.


Mit dem Empfang würdigte der Bundespräsident den großartigen Einsatz der 85.000 Kinder für Österreichs größte Solidaritätsaktion für Menschen in Entwicklungsländern. Die Heiligen Drei Könige bringen zum einen die weihnachtlichen Segenswünsche zu allen Menschen im Land und pflegen so beliebtes Brauchtum. Zum anderen sind die SternsingerInnen die österreichischen BotschafterInnen der Humanität: Seit den Anfängen im Jahr 1954 wurden insgesamt unglaubliche 290 Mio. € für notleidende Mitmenschen in den Entwicklungsländern ersungen und über 10.000 Hilfsprojekte finanziert. Im letzen Jahr hat die österreichische Bevölkerung 13,8 Millionen € gespendet, damit ist die Sternsingeraktion die größte „Dritte Welt“-Sammlung in Österreich und unter den „Top 5“ der österreichischen Hilfswerke. Mit den Sternsingerspenden werden jedes Jahr rund 500 Hilfsprojekte in Afrika, Lateinamerika und Asien finanziert, über eine Million Menschen direkt unterstützt.


Foto: Hinten: Markus Schaberger (Organisator der Sternsingeraktion Hafnerbach), Georg Schaberger, Dr. Heinz Fischer, Bettina Griessler (Referentin für die Dreikönigsaktion der Kath. Jungschar St.Pölten), Vorne: Natalie Heinzl, Melina Schaberger, Laura Fischer