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„Sonntag gerät zunehmend unter Druck“

Seit einigen Jahren gilt der 3. März als internationaler Tag des arbeitsfreien Sonntags. Aus diesem Anlass weist die Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung der Diözese St. Pölten (KAB) in einer Aussendung auf die Gefahr hin, „dass dieser gemeinsame Tag zunehmend unter Druck gerät“.
Die Ausweitung der Sonn- und Feiertagsarbeit in gesellschaftlich nicht notwendige Bereiche bedeute einen „gravierenden Einschnitt in das Gefüge der Gesellschaft“, betont KAB-Diözesansekretär Erwin Burghofer: „Menschen sollen mit ihrer Erwerbsarbeit rund um die Uhr verfügbar sein, jederzeit einsetzbar im Handel und Tourismus, in industriellen Produktionsprozessen und in den verschiedensten Dienstleistungen.“ Diese Entwicklung reduziere den Menschen auf jedoch auf seine Arbeits- und Kaufkraft.


Der gemeinsame arbeitsfreie Sonntag sei hingegen ein „Zeichen, dass der Mensch mehr ist, als Arbeitskraft und Konsument“, so Burghofer. Sonn- und Feiertage stellten für alle Menschen in unserer Gesellschaft, besonders für Gruppierungen, die im kulturellen, religiösen, sportlichen, sozialen oder politischen Bereich tätig sind, „einen unverzichtbaren Wert“ dar.


Die KAB fordert in ihrer Aussendung, dass die Sonntags- und Feiertagsruhe generell gesetzlich geschützt bleiben müsse. Bestehende Ausnahmen nach dem Arbeitsruhegesetz seien dabei laufend auf ihre Notwendigkeit zu überprüfen. Auch in der EU müsse der arbeitsfreie Sonntag geschützt und die gesetzlichen Feiertage der einzelnen Mitgliedsstaaten „als Ausdruck der kulturellen und religiösen Identität“ respektiert werden.