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Religiöse Erziehung darf kein Unterhaltungsprogramm sein

„Nur was vorgelebt wird, kann auch angenommen werden“, sagte die Theologin und Religionspädagogin Veronica Schwed beim diesjährigen „Forum Ostarrichi“ in Neuhofen/Ybbs. Authentizität bei der Weitergabe des Glaubens sei unumgänglich. „Ich kann nur weitergeben, was ich selbst glaube.“ Deswegen dürfe religiöse Erziehung „kein Unterhaltungsprogramm“ für Kinder sein, sondern eine „Lebenshaltung, die die Familie in ihrem ganzen Sein prägt“, betonte die vierfache Mutter und zweifache Großmutter bei der Tagung des Katholischen Laienrates zum Thema „Werden sie noch glauben?“.


In der heutigen Welt, die dem Glauben oft fern steht, seien die christlichen Familien als Brennpunkte eines lebendigen Glaubens „höchst wichtig“, erklärte Schwed. Deswegen habe auch das 2. Vatikanische Konzil die Familie nach einem alten Ausdruck „ecclesia domestica“ – Hauskirche – genannt. Im Schoß der Familie „sollen die Eltern durch Wort und Beispiel für ihre Kinder die ersten Glaubensboten sein“.


Religiöse Menschen lebten im Anspruch ihren glauben weiterzugeben, so Schwed. Der einzelne Mensch könne zwar nicht die Kirche oder die Gesellschaft ändern. „Aber ich kann meine Kirchlichkeit so eben, dass die Menschen in meinem Umfeld spüren, dass Gott für mich die Lebensmitte ist und das der Glaube das Leben lebenswerter macht.“ Ein religiöser Mensch müsse daher seinen eigenen Glauben ernst nehmen, offen sein für das Gespräch über religiöse Frage und für christliche Werte eintreten, um glaubwürdig zu sein.